Mehr Bäume in der Stadt

SCHWÄBISCH GMÜND (nb). Im April hatte der Gemeinderat den Beschluss über die
Haushaltssatzung 2020 und die haushaltswirksamen Anträge gefasst. Weitere haushaltswirksamen Anträge, die der Kategorie 2 zugeordnet und aufgrund der
Corona-Situation zurückgestellt wurden, werden in der Sitzung am 1. Juli zum Beschluss gebracht. Die Vorberatung fand am Mittwoch im Haushaltsausschuss statt. Drei Anträge befassten sich mit der Bitte nach mehr Baumpflanzungen.
Unter anderem beantragt die CDU Fraktion ein Aufforstungsprogramm. „Um dies etwas sportlicher zu gestalten, sollen für jedes neugeborene Kind in unserer Stadt zehn Bäume gepflanzt werden“, so der Vorschlag. Die Kosten könnten über ein Sponsoring-Programm aufgefangen werden. Die CDU-Fraktion habe hierfür auch schon einen spendablen Wohltäter. Die SPD schlägt vor, 20 000 Euro für die Teilnahme an der Aktion „1000 Bäume“ des Gemeindetags BW in die Hand zu nehmen. Nicht nur Waldbäume sollen gepflanzt werden, sondern es sollen nach Vorstellung der SPD auch im Stadtgebiet die Baumquartiere wieder ersetzt werden, die in den vergangenen Jahren „verlorengegangen“ sind. Als Ziel werden 30 000 neue Bäume auf Gmünder Gemarkung genannt.
Die Linken beantragen, den unteren Marktplatz, einen Teil des Johannisplatzes und der Bocksgasse wieder mit Bäumen zu versehen und ein Grünkonzept mit Sitzbänken auszuarbeiten, das im Herbst dieses Jahres umgesetzt werden solle. Die Verwaltung nennt in ihrer Stellungnahme drei Kategorien: Die WaldAufforstung, die Pflanzung von Streuobstbeständen und Pflanzungen in der Innenstadt. „Im Zuge der Innenstadtentwicklung sowie neuer Stadtentwicklungsprojekte sollen angemessene Pflanzungsmaßnahmen vorgenommen werden“, heißt es bei den Ausführungen zu
den Pflanzungen in der Innenstadt. „Wo wären mögliche Standorte für Bäume?“ wollte Sebastian Fritz (Linke) wissen, der bat, dies gleich mitaufzunehmen. Man brauche eine integrierte Betrachtung der Räumlichkeit, so Bürgermeister Julius Mihm, der ankündigte: „Wir werden das am Beispiel der Schmiedgasse exerzieren.“
Kein Aufbau einer Eisbahn mehr ab dem Winter 2020/2021 – so lautet der Antrag der Fraktion der Grünen. Als Begründung nannte Gabriel Baum den immer höheren Abmangel. Die Verwaltung empfiehlt, die Eisarena auch weiterhin anzubieten. Unter anderem verwies Bürgermeister Dr. Joachim Bläse darauf, dass die Eisbahn für finanziell schwächer gestellte Familien und Kinder eine interessante Abwechslung biete. Diese könnten sich keine teuren Skiurlaube leisten. Und für Schulen sei die Eisbahn eine attraktive Alternative zu einer Ski-Ausfahrt. Auch verwies Bläse auf den Mehrwert für den Handel und die Gastronomie.