Mehr Autos, Einwohner und bebaute Fläche

21. Dezember 2016  Gemeinderat, Presse, Redaktion, Sebastian Fritz

Bildschirmfoto 2016-04-27 um 22.09.56Schwäbisch Gmünd. Der Verkehr in Gmünd nimmt zu. Der Flächenverbrauch in Gmünd steigt. Die Einwohnerzahl auch. Drei von vielen Ergebnissen des ersten Gmünder Nachhaltigkeitsberichts, den Klimaschutzmanager Michael Schlichenmaier im Gemeinderat vorstellte. Sinn des Berichts ist es, Ziele der Stadt im Auge zu behalten und zu schauen, ob diese erreicht werden. Schlichenmaier zählte zunächst Felder auf, um die es geht: Ökologie, Wirtschaft und Soziales sowie Themen wie Bürgerbeteiligung. Beim Verkehr stellte er fest, dass sich die Zahl der Autos von 509 im Jahr 2008 auf 566 Autos im Jahr 2014 erhöht hat. Zum Flächenverbrauch: Die bebaute Fläche stieg in elf Jahren von 20,4 auf 21,6 Prozent. Dies bedeutet, dass in einem Jahr etwa 0,1 Prozent der Fläche Gmünds bebaut wird. Deshalb will die Stadt vermehrt Baulücken in der Innenstadt und in den Stadtteilen füllen, um keine neuen Flächen zu verbrauchen. Zur Einwohnerzahl: Am 31. August 2016 hatte Gmünd 61 018 Einwohner. 2011 lag die Einwohnerzahl noch deutlich unter 60 000.
Die Stadträte begrüßten den Bericht. Sehe man von den Schulden ab, habe Gmünd eine positive Entwicklung, sagte Professor Dr. Kurt Weigand (CDU). Er bat um Zahlen, wie sich die Flächenversiegelung in anderen Städten entwickelt. „Respekt“ bekundete Hans-Jürgen Westhauser (SPD) dem Bericht. Beim Flächenverbrauch müsse Gmünd auf „netto null“ kommen, sagte Karl Miller (Die Grünen). Dies bedeutet: Was bebaut wird, soll an anderer Stelle rekultiviert werden. „Weiter so, doch mit mehr Power“, forderte Heidi Preibisch (BL). Sie will beim Verkehr mehr auf Busse setzen. OB Richard Arnold kündigte dazu ein Treffen aller Busunternehmen Ende März an. Dr. Dorothea Kossin (FWF) hoffte, dass Gmünd bei Schulden eine andere Richtung einschlägt. Arnold verwies auf das vom Rat beschlossene Schuldenabbaukonzept. Der Schuldenstand liege Ende 2016 bei 97 Millionen Euro. Eine Antwort auf zunehmenden Verkehr zu finden, sagte Sebastian Fritz (Die Linke), sei eines der wichtigsten Themen kommender Jahre.

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© Gmünder Tagespost 21.12.2016 18:13