Linke radelt mit

Der Ortsverband der Linken beteiligt sich zum zweiten Mal beim Gmünder Stadtradeln. Neben dem Vergleich unter den Städten liegt den Teilnehmer*innen vor allen Dingen das Aufzeigen eines noch ausstehenden, durchgängigen Radwegekonzepts für Alltagsradler am Herzen.

Das Rad als Alternative zum PKW nimmt immer mehr an Bedeutung zu. Nicht nur weil es eine sehr preisgünstige Alternative ist, sondern im Stadtverkehr auch eine schnelle, geräuschlose und vor allen Dingen umweltfreundliche. Außerdem belegen Studien sehr deutlich, dass Radfahren gesund ist und sich im Durchschnitt sogar lebensverlängernd auswirkt. Die Infrastruktur in der Stadt ist aktuell aber leider hauptsächlich nach den Interessen des Autoverkehrs ausgerichtet. Keinesfalls sollen die verschiedenen Verkehrsteilnehmer gegeneinander ausgespielt werden, aber die Teilnehmer*innen wünschen sich, durch die angestoßene Diskussion und dann auch Umsetzung eines durchgängiges Konzepts für Alltagsradler mehr Sicherheit und damit eine deutlich höhere Frequenz im Stadtgebiet. Andere Städte machen es Schwäbisch Gmünd vor. Eine Bevorrechtigung an Ampeln wäre ein erster Schritt. Aber es müsse auch die sichere Zuführung zur Ampel erfolgen. Was aus Sicht der Teilnehmer*innen bedeutet, dass auf den Hauptverkehrsachsen Schutzstreifen für Radfahrer auf beiden Seiten der Straße umgesetzt werden müssen. Gerade Alltagsradler, die täglich zur Arbeit, zum Einkauf oder zum Bahnhof radeln, fordern kurze und schnelle Wege ein. Dies mache nur Sinn auf den Hauptachsen. An den Nebenstraßen ist in der Regel eh Tempo 30 vorgeschrieben und da können die Radfahrer dann auch mit dem Verkehr mitfließen. Wo möglich, sollte aber dennoch über Fahrradstraßen nachgedacht werden. Aber aus Sicht der Teilnehmer*innen muss endlich umgedacht werden und da darf es auch keine Tabus im Sinne einer Reduzierung von zum Beispiel dem Wegfall einer Abbiegespur geben. Von diesem Umdenken würden nicht nur die Radfahrer profitieren, sondern alle Verkehrsteilnehmer, da eine Erhöhung des Radanteils eine Reduzierung des PKW-Aufkommens bedeuten würde und damit auch die Straßen in den Hauptverkehrszeiten insgesamt entlasten werde. Die Teilnehmer*innen wünschen sich außerdem, dass die zugesagte Radwegeverbindung durch das Becherlehen endlich umgesetzt wird. Bei der zurückliegenden Diskussion um die Sanierung der B298 wurde eine dortige Lösung für Radfahrer, mit dem Verweis auf eine Sanierung der Verbindung durch das Becherlehen, abgesagt. Bis heute sei nichts konkretes passiert und das lasse die Vermutung zu, dass auch nichts mehr kommen wird.