Linke kritisiert Zweiklassenmodell bei Ganztagesgrundschulen

16. Januar 2014  Presse, Redaktion

Die Linke begrüßt den zügigen Ausbau der Ganztagesgrundschule. Ihr Fehlen trage bisher häufig zur Armut bei Alleinerziehenden und Geringverdienern bei. Die Linke wirft dem Kultusministerium allerdings vor, ein Zweiklassenmodell einführen zu wollen. Linken-Geschäftsführer Bernhard Strasdeit: “Es gibt zwar eine kostenfreie Mindestversorgung in den Ganztagesgrundschulen, aber für interessante zusätzliche Angebote werden Entgelte erhoben. Bei den vorgesehenen 25 bis 28 Kindern pro Lehrer/in wird nur Betreuung und Unterricht angeboten. Kreative Angebote etwa in Zusammenarbeit mit Musik- und Kunstschulen oder in kleineren Gruppen wird es nur für die geben, die es sich leisten können. Mit zwei Lehrerstunden für diesen Zweck pro Tag kann eine qualitativ gute Ganztagesschule nicht auskommen.” so Strasdeit.

Zudem fordert die Linke ein kostenfreies Mittagessen für alle Schulkinder. Kinder sind unsere Zukunft. Da sollte nicht am Mittagessen gespart werden.