Linke kritisiert die Frauen-Union

12. November 2020  Gemeinderat, Ortsvorstand, Presse, Redaktion
Politik „Warum keine Unmutsbekundungen bei der Wahl zum Ersten Bürgermeister der Stadt Gmünd?“

Schwäbisch Gmünd. Die Linke fordert ein Umdenken bei der Besetzung städtischer Ämter: „Beim Blick auf die Stadtverwaltung stellen wir leider fest, dass neben den männlichen Bürgermeistern, auch bei den Amtsleitungen und bei den städtischen Eigenbetrieben mit Ausnahme einer Amtsleiterin Männer die Spitzenpositionen bekleiden“, so Freya Zanek von den Linken.

Das sei nicht mehr zeitgemäß, so Zanek, die die Frauen-Union zu „selbstkritischem Nachdenken“ auffordert. Vertreterinnen der Frauen-Union hätten sich zwar „massiv über die Nichtwahl von Daniela Dinser aufgeregt“, die als mögliche Landtagskandidatin der CDU für den Wahlkreis Schwäbisch Gmünd kandidiert hatte. Doch bei der Wahl zum Ersten Bürgermeister der Stadt Schwäbisch Gmünd habe es keine Unmutsbekundungen gegeben. „Mit Frau Schüttler stand eine äußerst qualifizierte Frau zur Wahl und darum wundern wir uns sehr, dass es hierbei keine unterstützenden Äußerungen von der Frauen-Union gab“, so die Zweitkandidatin für den Landtag der Linken, Marie Eigenbrod. Dies lasse darauf schließen, dass es der Union lediglich um Parteizugehörigkeit und eben nicht um mehr Frauen in Spitzenämtern gehe.

In der Geschichte der Stadt Gmünd habe es bis heute noch keine Bürgermeisterin gegeben. „Dies hätte sich jetzt mit Frau Schüttler ändern können.“

© Gmünder Tagespost 11.11.2020 22:06