Linke fordert Nachbesserungen beim Parkkonzept

Die Fraktion der Linken unterstützt im Grundsatz das Maßnahmenpaket der Stadtverwaltung und des Handels- und Gewerbevereins zum Parkkonzept. Das Konzept mit der blauen Zone ist in sich schlüssig, allerdings sieht die Fraktion die Tarifgestaltung problematisch. „Das Ziel die Kunden und Besucher der Stadt in die Parkhäuser zu lenken ist richtig, allerdings muss es dann auch einen finanziellen Anreiz geben, um dorthin zu gehen, sonst wird es nicht funktionieren“, so der Fraktionsvorsitzende Sebastian Fritz. Daher schlägt die Linke-Fraktion vor, den Tarif beim Straßenparken höher anzusetzen als im Parkhaus. Außerdem ist es den Mitgliedern der Fraktion wichtig, dass der ÖPNV bei der Tarifgestaltung berücksichtigt wird. Je nach Zone beträgt der Preis für das Erwachsenen Einzeltickets zwischen 1,80 und 5,40 Euro. „Wir sollten dringend darauf achten, dass das Busticket nicht teurer ist, als das Parken mit dem Auto“, so die Stadträtin Cynthia Schneider. „Zu bestimmten Zeiten ist in der Stadt kein Durchkommen mehr möglich und daher sollte es im Interesse aller sein, dass wir den ÖPNV stärken beziehungsweise zumindest nicht schlechter als den Individualverkehr stellen“, so Schneider weiter. Die Streichung des 15 Minuten Parkens in den Parkhäusern trifft auf Zustimmung, allerdings halten es die Fraktionsmitglieder für sinnvoll, dieses auf die öffentlichen Parkflächen vor  Einzelhandelsgeschäfte einzurichten. Dies könnte nach dem Willen der Linke-Fraktion ähnlich wie die Haltezone am Bahnhof umgesetzt werden. Beim Anwohnerparken sieht die Fraktion dringenden Diskussionsbedarf, bevor Maßnahmen umgesetzt werden. Anders als die Verwaltung möchte die Fraktion eine Trennung von Anwohnerparken und bewirtschaftetem Parken. „Wenn wir diese Trennung aufheben, dann bleibt es weiter bei einem hohen Parksuchverkehr“, so Cynthia Schneider. Die Fraktion schlägt daher vor, dass es ausgewiesene Straßen mit reinem Anwohnerparken gibt und gleichzeitig ausgewiesene Parkflächen, die bewirtschaftet werden. Damit erhoffen sich die Fraktionsmitglieder eine Verringerung des Parksuchverkehrs und auch eine Beruhigung von Straßen, die in der Hauptsache als bewohnt werden. Damit käme man dem großen Wunsch der Innenstadtbewohner, nach weniger Verkehrslärm um den eigenen Wohnort herum, nach.