Leserbrief von Joachim Denke

06. Februar 2020  Ortsvorstand, Presse, Redaktion

Nach derzeitigen Stand haben wir im Herbst nächstens Jahres Bundestagswahl und wenn man den Demoskopen glauben darf, könnte es danach zu komplizierten Regierungsbildungen kommen. Gutwenn man davor schon mal neue Konstellation durch übt. Und nichts Anderes war das am Mittwoch in Erfurt. Ich kann es mir nicht anders vorstellen, auch wenn es bestritten wird, so ein Ergebnis bei 3 Kandidaten setzt Absprache und absolute Disziplin voraus. Und wenn man dann die fast unverhohlene Schadenfreude der FDP sieht oder die lauen Erklärungsversuche der CDU hört, kann man ahnen, was vorausging. Dabei ist es ja nichts Neues. Schon in der Weimarer Republik ließen sich liberale und konservative Kräfte durch rechte Extremisten aus purem Machtstreben tolerieren und legten damit den Grundstein zur Machtergreifung durch Hitler. Nun ist es wieder soweit. Ein Hauch von Weimar weht durch die Berliner Republik. Auch wenn der frühere Gymnasiallehrer Norbert Barthle das verneint und vehement herunter redet. FDP und CDU haben ihre wahre Position gezeigt. Von wegen Parteien aus der Mitte. Auch wenn der Thüringer Landtag doch noch aufgelöst werden soll, ist es eher ein sich Zieren. Der Grundkontext bleibt, für die Macht nehmen beide Parteien selbst Schaden am demokratischen Kodex und am Ansehen der Republik in Kauf. Die anderen Parteien sollten sich vorsehen und bei Absprachen auf der Hut sein. Und jedem Protestwähler muss jetzt klar werden, dass es ernst wird.