Lebensfreude statt Atomkraft

21. April 2010  Ortsvorstand

Im Sommer will die schwarz-gelbe Koalition AKW-Laufzeiten verlängern. Jetzt braucht es jede und jeden, um zu zeigen, dass die Mehrheit dagegen ist und dass der Widerstand kräftig wird. Ein breites Bündnis aus LINKE, Grüne, BUND, Friedens- und Begegnungsstätte Mutlangen, SPD, IG Metall, DGB ruft dazu auf, auch in Schwäbisch Gmünd, am Tag des Gedenkens von Tschernobyl, ein Zeichen gegen Atomkraft zu setzen!

NEIN zu Laufzeitverlängerungen von Atomkraftwerken! Auch die Gmünder Stadtwerke setzen langfristig auf Atomkraft. Dagegen will das Aktionsbündnis ein Zeichen setzen! Stattfinden wird das ganze am 24. April von 11 – bis ca. 11.30 Uhr am oberen Marktplatz. Bitte unbedingt GELBE Klamotten mitbringen!!!!

Weiterer Veranstaltungshinweis gibt es hier.

Die Position der Linken dazu:

ATOMENERGIE

Mächtige Lobbyisten aus der Energiewirtschaft, vor allem der vier großen Energiekonzerne und der Kraftwerksbauer, fordern den Ausstieg aus dem Atomausstieg und den Bau neuer Atomkraftwerke. Sie wollen mit ihren bereits abgeschriebenen Atomkraftwerken weiter ordentlich Profit machen. Sie setzen weiter auf eine undemokratische Großtechnologie, weil sie anders als dezentrale erneuerbare Energien ihre wirtschaftliche und politische Macht stärkt. Dabei hat sich an den Risiken der Atomenergie nichts geändert. Das zeigen die letzten Unfälle im schwedischen Atomreaktor Forsmark oder im deutschen AKW Krümmel. Das zeigen die nach wie vor ungelösten Entsorgungsprobleme mit dem bereits vorhandenen Atommüll. Das Endlager in Morsleben ist teilweise eingestürzt und wird nun mit Millionen Tonnen Salz und Beton aufgefüllt. Der Salzstock Asse, in dem sich schon 126.000 Behälter mit Atommüll befinden, säuft bereits seit längerer Zeit langsam ab, was bis zum Sommer 2008 der Öffentlichkeit verschwiegen wurde.

Die Energieerzeugung durch Kernspaltung ist und bleibt ein hochgefährlicher, nicht beherrschbarer Irrweg mit völlig ungeklärten Langzeitproblemen bei der Endlagerung.

Die Atom-Lobby versucht die Atomkraft neuerdings als Klimaschutz-Technologie zu verkaufen. Doch Atomstrom ist keineswegs völlig CO2-frei, denn Uranabbau und –aufbereitung, sowie die Lagerung des Atommülls werden aus den Betrachtungen meist ausgeblendet. Zentrale Großkraftwerke halten die notwendige solare Energiewende auf. Auch aus Gründen der Demokratie und des Wettbewerbs sind dezentrale Strukturen gefragt. Die von CDU/CSU und FDP geforderten Laufzeitverlängerungen von Atomkraftwerken verzögern den aus Klimaschutzgründen erforderlichen Umbau der Energiewirtschaft. Dabei sichert der von der rot-grünen Regierung mit der Atomlobby ausgehandelte sogenannte Atomausstieg den Betrieb von Atommeilern in Deutschland noch mindestens für die nächsten zwölf Jahre.

Die Fraktion DIE LINKE fordert die unverzügliche und unumkehrbare Stilllegung aller Atomanlagen sowie ein Verbot für den Export von Atomtechnik. Der rotgrüne Atomkonsens von 2000 mit den garantierten Restlaufzeiten dient zuallererst den Profitinteressen der Atomindustrie. Die immer noch beträchtlichen Mittel, die in die Atomforschung fließen, sollen auf die Entwicklung erneuerbarer Energien umgelenkt werden. Wir brauchen ein transparentes und gerichtlich nachprüfbares Suchverfahren nach neuen Endlagerstandorten. Der Salzstock Gorleben wie auch das Endlager Schacht Konrad sind nach vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnissen als Endlager ungeeignet.

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