Kürzung wäre das falsche Signal

Der Ortsverband der Linken lehnt die von der CDU vorgeschlagene Kürzung des Zuschusses vom Jugendkulturzentrum Esperanza ab. Das Esperanza wird seit November 2001 von Jugendlichen und jungen Erwachsenen selbständig geführt und stellt eine hervorragende Ergänzung des kulturellen Angebots der Stadt dar. Unzählige Konzerte, Lesungen, Ausstellungen und Teilnahmen beim Gmünder Stadtfest gehen auf das ehrenamtliche Engagement der dort Aktiven zurück. Allen Skeptikern zum Trotz ist das Esperanza ein Ort der Kultur und Begegnung geworden und das kulturelle Angebot ist weit über die Gmünder Stadtgrenzen hinaus bekannt. Neben dem kulturellen Angebot geht es den aktiven auch immer um die Interessen von Menschen mit Behinderung, der Flüchtlingsarbeit und der Internationalisierung, was sich die Stadt seit kurzem auch ganz offiziell auf die Fahnen schreibt. „Wir sehen nicht wo sich das mit den Interessen der Stadt beißt und halten dieses Angebot aus aktuellem Anlass als gute Ergänzung zu dem eingeschlagenen städtischem Weg“, so Ortsvorstand Alexander Relea-Linder. Andere Städte müssten viel Geld in die Hand nehmen um sich ein solches Angebot einzukaufen, in Schwäbisch Gmünd lösen es die ehrenamtlich engagierten mit viel Kreativität selbst. Eigentlich genau das, was die Stadt Schwäbisch Gmünd und auch das Land Baden Württembergern beim Ehrenamtswettbewerb „Echt gut“ regelmäßig mit Ehrenamtspreisen belohnt und möchte. Leider sieht sich das Esperanza seit Jahren mit immer wiederkehrenden Kürzungsforderungen der CDU Fraktion im Gmünder Gemeinderat konfrontiert. Dies ist aus Sicht des Ortsverbandes nicht nachvollziehbar und die aktuelle Forderung würde das Esperanza in finanzielle Schwierigkeiten bringen, denn es geht nicht nur um die Kürzung des städtischen Zuschusses, sondern damit einher geht eine weitere Kürzung der Fördergelder der Landesarbeitsgemeinschaft der Kulturinitiativen und soziokulturellen Zentren in Baden-Württemberg. Diese sind an den städtischen Zuschuss gekoppelt.
Bei einem vor kurzem stattgefundenen Besuch des Ortsverbandes der Linken im Esperanza zeigten sich die Mitglieder überrascht über die professionelle Organisation der Ehrenamtlichen. „Die jungen Menschen machen einfach alles selbst. Vom Einkauf über den Verkauf, das Bekochen der Bands bis hin zu sämtlichen Handwerkeraufgaben wird alles erledigt. Das ist eine tolle Sache und sollte weiterhin unsere volle Unterstützung bekommen“, so Orsvorstandsmitglied Joachim Denke. Besonders angetan waren die anwesenden Mitglieder von den europäischen Freiwilligen. Das sind junge Menschen aus verschiedenen Teilen Europas, die im Esperanza ihren europäischen Freiwilligendienst absolvieren. „Das ist eine wirklich tolle Sache! Hier wird nicht nur von dem europäischen Geist gesprochen, sondern ganz aktiv tagtäglich gelebt“, so Vorstandsmitglied Cynthia Schneider.