Kritik an CDU-Vorschlag zum Mindestlohn

09. Juni 2020  Ortsvorstand, Presse, Redaktion

Der neue Vorstand von links nach rechts:
Marie Eigenbrod, Kurt Wahl, Volker Wamsler, Freya Zanek, Thorsten Ulrich, Lucia Denke, Georg Schäfer, Dennis Herbst und Christian Zeeb

SCHWÄBISCH GMÜND. Der Ortsverband Die Linke Schwäbisch Gmünd kritisiert den Vorschlag von Teilen der Unionsfraktion im Bundestag aufs Schärfste und fordert den Stadtverband der CDU und ihren lokalen Bundestagsabgeordneten, Norbert Barthle, auf, sich ausdrücklich von diesem Vorschlag zu distanzieren. „Dieser Vorschlag ist erschreckend und respektlos allen Arbeitnehmern gegenüber. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie, in der Menschen für genau diesen Mindestlohn arbeiten und unsere Grundversorgung sicherstellen, zielt so ein Vorschlag unter jedwede Gürtellinie“, kommentiert der stellvertretende Ortsverbandssprecher Thorsten Ulrich die Thematik. „Gerade vor dem Hintergrund der ständig steigenden sozialen Ungleichheit und den Herausforderungen der Corona-Pandemie, in der viele Menschen um ihre Existenz bangen, darf der Staat diesen Menschen nicht auch noch in den Rücken fallen. Ganz im Gegenteil wäre eine Erhöhung des Mindestlohnes ökonomisch sinnvoll, um den geschwächten und vor dem Kollaps stehenden Einzelhandel mit zusätzlicher Kaufkraft zu unterstützen.“, so Ortsverbandssprecher Christian Zeeb. Letztendlich würde eine Absenkung des Mindestlohns nur großen Firmen, wie Amazon und Co., zugute kommen.

Copyright Rems Zeitung, 09.06.2020