Kreisverkehr-​Bau bei Wetzgau ist ganz dringend

20. September 2012  Gemeinderat, Presse, Redaktion, Sebastian Fritz

Um eine Reihe von Baugebietsplanungen ging es am Mittwoch in der Sitzung des Bau– und Umweltausschusses des Gmünder Gemeinderats.

In den Vorberatungen wurde das Projekt „Neue Gärten“ in Lindach sehr gelobt, weil es sich um eine innerörtliche Siedlungsentwicklung im Bereich einer ehemaligen Gärtnerei handelt. „Hinter der Kirche“ in Großdeinbach hat noch hinsichtlich der Gestaltung der Dachformen Beratungsbedarf. Besonders Stadtrat Celestino Piazza (CDU) befürwortete zwar Planungsfreiheiten, warnte jedoch gleichzeitig vor einem Wildwuchs. Viele Wortmeldungen gab es zur Planung „Wetzgau West II“. Auch durch die Perspektive, direkt am zukünftigen Landschaftspark der Landesgartenschau leben zu können, und durch Liberalisierung der Bauvorschriften hat sich der erste Abschnitt nun rasch entwickelt. Der zweite Abschnitt soll nun erschlossen, jedoch im Sommer 2014 zunächst als Großparkplatz für die Landesgartenschaubesucher zur Verfügung stehen. Stadtrat Sebastian Fritz (Die Linke) und Stadträtin Susanne Lutz (Grüne) beschrieben eindringlich die immer schlimmer werdende Verkehrssituation auf der dortigen Kreisstraße zwischen Wetzgau und Großdeinbach. Rund 15 000 Fahrzeuge pro Tag seien dort unterwegs. Im Tempo-​50-​Bereich auf Höhe Friedhof, Baugebiet und einer wichtigen Fußgängerfurt werde zudem fast immer viel zu schnell gefahren — oftmals sogar über 90 km/​h, wie Messungen unlängst ergeben haben. Daher, so der Appell der Stadträte, dürfe die Stadtverwaltung den Bau des schon lange versprochenen Kreisverkehrs am neuen Baugebiet nicht länger vor sich herschieben. Vor allem sei es bislang rätselhaft wie das Verkehrskonzept 2014 funktionieren soll, wenn tausende Landesgartenschaubesucher zu Fuß die Straße überqueren möchten. Die Stadträte und auch Bezirksbeiratschef Konrad von Streit (SPD) betonten: Der rasche Bau dieses Kreisverkehrs ist ein Muss!

Rems Zeitung, 20.09.2012