Kreisel wird diskutiert

Sebastian-FritzDie Gmünder Ratsfraktionen werden den Vorschlag des Handels- und Gewerbevereins HGV, die Baldungkreuzung erst im Herbst umzubauen, noch vor der nächsten Ratssitzung diskutieren.

Schwäbisch Gmünd. Die HGV-Vorstände Dr. Christof Morawitz und Andreas Schoell haben vorgeschlagen, den Umbau der Baldungkreuzung bis Herbst auf Eis zu legen. Sie sehen darin die Chance für eine Gartenschau ohne Straßenbaustelle. Zudem habe die Stadt mehr Zeit, die Wirkung des Tunnels zu testen. Braucht sie an der Baldungkreuzung doch keinen Kreisel, spart sie viel. Wird ein Kreisel gebaut, so liegt der städtische Anteil nach Kalkulation vom Juli 2013 bei 550 000 Euro. Den Rückbau der Kreuzung bezahlt der Bund allein.

„Wir werden den HGV-Vorstoß in der Fraktionssitzung thematisieren“, sagte der CDU-Fraktionschef Alfred Baumhauer. „Der Baldungkreisel kostet eine Menge mehr“, sagte SPD-Fraktionschefin Sigrid Heusel. Sie begrüßte, dass der HGV diesen nochmal thematisiert. Die SPD-Fraktion sei für eine einfache Kreuzung. Da mit dem Tunnel der Verkehr fließe, gebe es erst recht keinen Grund, den Kreisel zu bauen. Auch die SPD-Fraktion will den Kreisel am Montag besprechen und dann im Rat ansprechen.

Ebenfalls in der Fraktion nochmal besprechen wollen die Grünen den Kreisel, sagte die Vorsitzende Brigitte Abele. Sie verwies darauf, dass es nun keinen Stau mehr gebe. „Von der Wirkung des Tunnels sind wir alle positiv überrascht“, sagte Ullrich Dombrowski (FW/FDP). Deshalb überlege auch seine Fraktion nochmal. Er hält es „nicht für problematisch“, mit dem Bau bis nach der Gartenschau zu warten. Die Baustelle an der Baldungkreuzung sei der Gartenschau nicht zuträglich, sagte Karin Rauscher (FWF). Deshalb müsse man dies nochmal behandeln – mit Zahlen zu den Verkehrsströmen und zu den Kosten.

Ganz anders Sebastian Fritz (Die Linke). Er und Peter Müller hätten für den Kreisel gestimmt, und die Frage stelle sich für sie nun nicht mehr. mil

© Gmünder Tagespost 17.01.2014