Kommentar: Ausgabenpolitik der Stadt Schwäbisch Gmünd

Sebastian-FritzDie Stadt Schwäbisch Gmünd ist hoch verschuldet. Wir stehen an zweiter Stelle der am meist verschuldeten Kommunen in Baden Württemberg und treiben die weitere Verschuldung durch den Stadtumbau voran. Positiv ist anzumerken, dass dies nicht ganz so hoch ausfällt wie ursprünglich angenommen.

Diese Situation darf aber nicht dazu führen, dass dies immer wieder als Totschlagargument für weitere wichtige Entscheidungen angeführt wird. Am vergangenen Mittwoch ging es um einen Zuschuss für den DAV und seine geplante Kletterhalle. Dies ist aus unserer Sicht eine tolle Sache und wird die Stadt enorm voranbringen. Außerdem bietet sie ein weiteres Angebot für die Kinder und Jugendlichen der Stadt und gibt vielleicht dem einen oder der anderen einen Grund seinen Lebensmittelpunkt nicht in eine größere Stadt zu verlegen – sprich abzuwandern.

Ärgerlich war da die Argumentation der Grünen Fraktion im Gmünder Gemeinderat, die die Verschuldungssituation als Gegenargument angeführt haben. Ausgaben zu tätigen hat immer etwas mit Prioritäten zu tun. Dass diese immer wieder den Interessen der Älteren in unserer Stadt entsprechen sollen hat vielleicht etwas mit guter Lobbyarbeit zu tun, sollte uns aber zu denken geben! Es gäbe aus unserer Sicht ganz andere Ausgaben die auf den Prüfstand gehören und vor allen Dingen ginge es da auch um ganz andere Summen! Beispielsweise erwirtschaftet der Stadtgarten jedes Jahr ein Defizit von 1 Mio. €!?! Und dann wird auch noch ein weiterer Anbau beschlossen in Höhe von 4 Mio. € um angeblich die Attraktivität zu erhöhen…?!? Die Kinder und Jugendlichen können für die hohe Verschuldung nichts und sind die leittragenden, da schon jetzt ihr Spielraum erheblich eingeschränkt wird. Daher dürfen sie aus unserer Sicht nicht vergessen und deren Interessen vernachlässigt werden.