Klares Ja zum Kreisel

team.cynthia.schneiderEinstimmig hat der Gemeinderat am Mittwoch zugestimmt, die Pfitzerkreuzung doch zu einem Kreisel umzubauen. Schon im September könnte das neue Rund fertig sein – als Mittelpunkt eines neuen Gmünder Platzes.

Wolfgang Fischer

Schwäbisch Gmünd. Baubürgermeister Julius Mihm stellte die Pläne nochmals vor. Es geht nicht nur um die Verkehrsführung, sondern auch um die Anbindung des Modeparks Röther, der auf dem Schlachthaus-Areal gebaut wird, ans Stadtzentrum. Die Fußgänger sollen auf zwei Wegen zum Modepark oder in die andere Richtung gelenkt werden: zum einen durch die Hintere Schmiedgasse, zum anderen über das Remsparkdeck, dessen Zufahrt von der Bürgerstraße her dafür attraktiver gestaltet werden soll. Westlich des Kreisels ist ein mindestens fünf Meter breiter Überweg geplant, auch an der Einmündung der Hinteren Schmiedgasse soll der Gehweg deutlich breiter werden.

Celestino Piazza (CDU) sagte, damit sei das Verkehrskonzept aber noch nicht zu Ende. Der Einmündungsbereich nördlich der Baldungkreuzung müsse so umgestaltet werden, dass mehr Verkehr aus Richtung Norden über die Graf-von-Soden-Straße in den Tunnel gelenkt wird. Außerdem müsse die Konrad-Baum-Kreuzung verbessert und ein Kreisel beim Amtsgericht gebaut werden.
Nach den Erfahrungen mit dem Baldungkreisel trägt die SPD den Vorschlag mit. Es sei zu hoffen, so ihr Vertreter Konrad Sorg, dass zwei Kreisel nebeneinander funktionieren. Karl Miller (Die Grünen) lobte, dass der bisher rein dem Verkehr zugedachte Platz deutlich aufgewertet wird. Die Nachteile, die ein Kreisel im Fall einer Tunnelsperrung hat, seien in Kauf zu nehmen. Ullrich Dombrowski (FW/FDP) forderte auf, auch die Hintere Schmiedgasse aufzuwerten. Auf die Akzeptanz der Verbindung komme es an, damit keine drei isolierten Einkaufszentren Röther, Zentrum und Remsgalerie entstehen. Klare Zustimmung äußerten auch Karin Rauscher (FWF) und Cynthia Schneider (Linke).
Von den Stadträten kamen noch mehrere Anregungen. So soll die Stadtmauer am Remsparkdeck besser präsentiert werden, zum beispiel durch eine Aufwertung des „Hernnatörles“. Auch die Honiggasse als Schmuckstück dürfe nicht vergessen werden. Zudem solle die Zufahrt von der Herlikofer Straße in den Tunnel verbessert werden.

© Gmünder Tagespost 25.03.2015 22:35:07