Kein Rückbau – sondern Neuaufteilung

Bildschirmfoto 2016-04-27 um 22.09.56Die Fraktion der Linken im Gmünder Gemeinderat verfolgt mit Sorge die Diskussion um die B298. Sie fordert die CDU auf endlich ihre Scheuklappen abzulegen.

Aus Sicht der Fraktion DIE LINKE braucht es endlich ein schlüssiges Konzept für einen guten Radweg von und in den Gmünder Norden. Auch müsse endlich mit dem Irrglaube aufgehört werden, das Thema Radfahrer lasse sich über teure touristische Feldwege erledigen. „Wir müssen den Radfahrer endlich als das behandeln was er auch ist, nämlich ein vollwertiger Verkehrsteilnehmer, der im Idealfall den Berufsverkehr und das Klima entlastet. Dieser hat genauso ein Anrecht darauf schnell von A nach B zu kommen wie alle anderen auch“, so die Stadträtin Cynthia Schneider. Der Fraktionsvorsitzende Sebastian Fritz, der selbst täglich zur Arbeit mit dem Rad fährt, war letzten Sommer Mitinitiator von einer Gruppe aus Gemeinderäten, ADFC und Mitglieder des Arbeitskreises Mobilität und Verkehr, die die Idee mit den beiden Radwegen auf der B298 entwickelt haben. „Wir halten die Idee nach wie vor für eine gute Planungsgrundlage, denn wenn wir uns die Chance auf Umsetzung durch den Bund entgehen lassen, dann werden wir in absehbarer Zeit keine Radwegeverbindung für den Norden bekommen“, so der Stadtrat Sebastian Fritz. Außerdem stellt die Fraktion klar, dass dies kein Rückbau darstellt, sondern vielmehr eine Neuaufteilung sei, die nach allem was man von den Rettungsdiensten hört, sehr begrüßt würde. Aktuell komme es zu vielen gefährlichen Situationen im Begegnungsverkehr für die im Einsatz befindlichen Rettungsfahrzeuge, durch entgegen kommende Fahrzeuge mit überhöhter Geschwindigkeit. Eine Lösung mit zwei Radwege hätte den Vorteil, dass dann endlich eine Rettungsgasse gebildet werden könne. Auch die Unfallstatistik belegt, dass auf der unfallträchtigen Straße die häufigste Ursache überhöhte Geschwindigkeit sei. Dem Hauptargument gegen die angedachte Lösung nach einem möglichen Stau von unten nach oben widersprechen die Fraktionsmitglieder entschieden. „Aus unserer Sicht stelle die Ampel an der Abzweigung nach Mutlangen das einzigste Staupotenzial dar und diese Situation besteht ja bereits jetzt. Die Fraktion rät der CDU dazu, sich mit dem Landtagsabgeordneten Dr. Stefan Scheffold über das Thema zu unterhalten, denn dieser habe kürzlich völlig zurecht öffentlich angemahnt, dass der Fehler aus den 50er, die Radfahrer aus dem Straßennetz zu verbannen, wieder rückgängig gemacht werden müsse, da insbesondere auch die starke Zunahme der E-Bikes dafür spreche, passende Infrastruktur bereit zu stellen.
Die Fraktion gehe davon aus, dass die Planung weiterverfolgt werde und die noch offenen Fragen nach einer adäquaten Anbindung für den Radverkehr im unteren und oberen Bereich gelöst werden kann.