Kandidatensuche läuft auf Hochtouren

Nun, nach der Sommerpause, starten die Parteien und Vereinigungen bei der Vorbereitung der Kommunalwahlen am 26. Mai 2019 richtig durch. Die Suche nach Kandidaten läuft auf Hochtouren.

„Bei uns läuft sie gut“, sagt Gmünds CDU-Vorsitzender Thomas Eble. Die CDU bekomme die Listen für Gemeinderat, Ortschaftsräte und Kreistag voll. Dabei habe sie einen „guten Querschnitt“. Beim Verhältnis Männer zu Frauen wünscht sich Eble jedoch noch mehr Frauen.

„Unbändig im Tatendrang“

Anders beim Alter: Es gebe eine Reihe junger Menschen, die „unbändig im Tatendrang“ seien. Einige der jetzigen Stadträte würden nicht mehr kandidieren, sie jedoch sollten dies selbst sagen. Die CDU mache eine vernünftige kommunalpolitische Arbeit und trete mit einer Reihe von Persönlichkeiten an, die dies spiegelten. Die CDU wolle 2019 in Gmünd stark bleiben und weiter die Kommunalpolitik mitbestimmen, sagt Eble. Aktuell haben die Gmünder Christdemokraten 22 Sitze.

Zuversichtlich, dass die SPD mit einer „spannenden Liste“ mit 40 Kandidaten aufwarten kann, ist SPD-Chef Jochen Pahlke. Junge Menschen, alte Menschen, Frauen, Männer, er habe viele gute Gespräche geführt, sagt Pahlke. Der SPD-Mann geht davon aus, dass die SPD im kommenden Jahr besser abschneidet als 2014. Damals hatte die SPD zehn Sitze errungen.

Die Liste sei noch nicht vollständig, doch mit dem Verlauf der Kandidatensuche sei er zufrieden sagt Grünen-Vorsitzender Alexander Schenk. Momentan interessierten sich noch mehr Männer als Frauen für eine Kandidatur, doch er mache Frauen Mut. Wenn es gut laufe, bekämen die Grünen die Liste voll. Dies würde bedeuten: auch in Degenfeld einen Kandidaten. OB Richard Arnolds Ziel, 10 000 weitere Einwohner zu gewinnen, sei das wichtigste Thema der kommenden Jahre. Die Grünen würden sich dabei nicht querstellen, doch sie wollten dies, in Bezug auf Flächenverbrauch, kritisch begleiten. Zurzeit haben die Grünen fünf Vertreter im Gemeinderat, ob alle wieder antreten, sei noch offen.

„Streben 40 Kandidatinnen an“

Momentan „etwas schleppend“ verlaufe die Kandidatensuche, sagt Ullrich Dombrowski von der Bürgerliste. Er führt dies jedoch auf die Urlaubszeit zurück. Insgesamt sei er mit der Resonanz aber zufrieden. Aktuell stellt Dombrowski bei Frauen ein größeres Interesse an kommunalpolitischer Arbeit fest. Die Bürgerliste hat zurzeit fünf Sitze im Gemeinderat.

Im Herbst durchstarten wollen die Freien Wähler Frauen. Momentan sei es, der Ferien wegen, noch etwas ruhiger. „Wir streben 40 Kandidatinnen an“, sagt Karin Rauscher. Dabei sei es nicht immer einfach, Frauen für die Kommunalpolitik zu motivieren. Für viele seien Familie und Beruf vordringlich. Und Kommunalpolitik erfordere ja auch Zeit. Wichtig für Gmünd sei, dass die Entwicklung weitergeht, kein Stillstand eintritt.

„Sehr gut“ laufe die Kandidatensuche, sagt Sebastian Fritz von der Linken. Die Linke habe einen „guten Mix“ und neue wie auch bekannte Gesichter. Er habe sich gefreut, dass sich Kandidaten von sich aus an die Linke gewandt hätten, ob sie für die Partei kandidieren dürften. Fritz führt dies auf die Themen zurück, die die Linke besetzt. Als Beispiel nennt er die Diskussion um ein neues Hallenbad und Radfahren in Gmünd. Die Linke hat momentan drei Sitze im Gemeinderat.

Die Kommunalwahl

Die Kommunalwahl ist, gemeinsam mit der Wahl des Europäischen Parlaments, am Sonntag, 26. Mai 2019. Zu wählen sind für die Stadt Schwäbisch Gmünd 40 Stadträte. Diese sind verteilt auf verschiedene Wohnbezirke: Schwäbisch Gmünd 17 Sitze, Bettringen 6, Herlikofen 2, Hussenhofen 1, Hirschmühle/Zimmern/Burgholz 1, Bargau 2, Lindach 2, Großdeinbach 3, Straßdorf 3, Rechberg 1, Weiler 1 und Degenfeld 1.

Parteien und Vereinigungen müssen ihre Wahlvorschläge spätestens am 59. Tag vor der Wahl einreichen. Sie können bis zu 40 Kandidaten aufstellen. Sie müssen dies jedoch nicht. Theoretisch wäre auch ein Wahlvorschlag mit nur einem Kandidaten möglich. Die Parteien und Vereinigungen müssen auch nicht für jeden Wohnbezirk Kandidaten aufstellen. Kandidaten müssen das 18. Lebensjahr vollendet haben. Wählbar sind Bürger mit deutscher Staatsangehörigkeit oder der eines anderen Mitgliedsstaates der Europäischen Union.

Wahlberechtigt sind bei der Kommunalwahl Bürger ab 16 Jahren. Bei der Wahl des Oberbürgermeisters im Frühjahr 2017 waren 46 607 Bürger wahlberechtigt. Die Zahl der Wahlberechtigten bei der Kommunalwahl im kommenden Jahr dürfte nach einer Schätzung des Gmünder Hauptamtes bei etwa 46 700 Wählern liegen. mil

© Gmünder Tagespost 01.09.2018 17:33