Jugendmeile startet in die Saison

Sebastian FritzBis Ende Mai soll die Jugendmeile ihre letzten Bausteine bekommen: Beachvolleyballfelder und eine Anlage für die Sportarten Freeletics und Parkour. Am Mittwoch gab es den neuesten Stand für die Gmünder Gemeinderäte.

Matthias Thome

Schwäbisch Gmünd. Die Gmünder Jugendmeile war schon während der Landesgartenschau in Betrieb – zumindest in Teilen. Jetzt wird sie um zwei Bausteine erweitert und startet in die Sommersaison. Neu hinzu kommt ein Park mit Geräten für die beiden Trend-Sportarten Freeletics – Krafttraining mit dem eigenen Körpergewicht – und Parkour. Dabei überwinden die Athleten alltägliche Hindernisse möglichst elegant und cool. „Das Beachvolleyballfeld ist schon sehr weit, aber auch Freeletics und Parkour werden bis Ende Mai, Anfang Juni fertig“, sagte Bürgermeister Joachim Bläse.
Auch in Sachen Betreuung kommt einiges hinzu: „Die mobile Jugendarbeit geht mit in den Jugendpark“, kündigte Bläse an. Bis 22 Uhr sei die Meile geöffnet, dann kontrolliere der Kommunale Ordnungsdienst. Auch der Stadtverband Sport habe angekündigt, an den ersten Wochenenden des neuen Jugendparks Angebote mit Gmünder Vereinen zu stellen. „Die können dabei auch die Chance nutzen, an Kinder heranzukommen, die traditionell eigentlich nicht in Vereinen sind“, so Bläse. Der Stadtjugendring werde auch ein Büro beziehen, sobald die Anlage fertig ist. Dann werde man weitere Angebote entwickeln.
Ein Punkt, bei dem Die-Linke-Stadtrat Sebastian Fritz, selbst aktiv im Stadtjugendring, einhakte: „Wir haben immer gesagt, wir sind ein Dachverband für alle Vereine in Schwäbisch Gmünd, nicht nur für die aus dem Sport.“ Deshalb müsse auch etwas für die anderen – also Musikvereine und ähnliche – herausspringen, wenn der Stadtjugendring in das Konzept einsteigen soll.
Christian Baron (CDU) betonte, man müsse die „richtige Balance zwischen Freiheit und Betreuung“ finden. Dann könne man aus dem vorhandenen Potenzial des Geländes viel machen. Er forderte auch einen zeitnahen Bericht über die Nutzungszahlen der Jugendmeile.
Daniela Maschka-Dengler (SPD) fragte, ob ein überdachter Treffpunkt für regnerische Tage angedacht sei. „Das Jugendhaus ist ein überdachter Treffpunkt“, entgegnete Bläse. Auf einen nachhaltigen Treff mit Überdachung verzichte man bewusst – aus Rücksicht auf die Nachbarn. „Außerdem gibt es an der Eule genug Unterschlupf.“ Stadträtin Susanne Reuschel (Freie Wähler Frauen) vermisst „Bänke oder Plätze zum Chillen“ auf der Gmünder Jugendmeile. Auch dem widersprach Joachim Bläse: In enger Abstimmung mit den Jugendlichen habe sich „Angst vor einer Übermöblierung“ der Meile herauskristallisiert. Das sei schon im oberen Teil der Anlage, bei den Werkstätten der Stiftung Haus Lindenhof deutlich geworden. Dort versuche man jetzt etwas mit Wasser und Schatten spendenden Bäumen hinzubekommen, so Bläse. „Nicht mit festen, starren Bänken.“
Auskunft über eine der wichtigsten Fragen gab die Stadtverwaltung jedoch nicht. Werner Nußbaum (FW/FDP) wollte wissen, was das Projekt die Stadt kosten wird. Bläse vertröstete auf kommenden Mittwoch. Die Stadt habe Teile der Anlage von der Gartenschau GmbH übernommen, über deren Restwert und andere Kosten werde man in einer Sondersitzung informieren.
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© Gmünder Tagespost 29.04.2015 21:45:37