Ja zur „Gmünder Charta der Gemeinsamkeiten“

SCHWÄBISCH GMÜND. (hs). Die „Gmünder Charta der Gemeinsamkeiten“ ist, so formulierte es gestern im Verwaltungsausschuss des Gemeinderats Oberbürgermeister Richard Arnold, nicht nur eine Erklärung, sondern ein Prozess. Vor allem Franka Zanek, Leiterin der Projektstelle für Integration und für Flüchtlinge (PFIFF), ergriff neben OB Arnold das Wort, weil sie ganz praktisch den „Prozess“ organisiert und begleitet.
Zwölf Erklärungen umfasst die „Gmünder Charta der Gemeinsamkeiten“ zwischenzeitlich. Wie Franka Zanek darstellte, sei dies das Ergebnis einer überraschend erfreulich breiten und engagierten Bürgerbeteiligung. Um die Charta endgültig zu formulieren, mithin die Erwartungen möglichst vieler Bürgerinnen und Bürger aufzunehmen, seien zahlreiche Veranstaltungen durchgeführt und auch wahrgenommen worden. Toleranz gegenüber Kulturen, Religionen und individuellen Lebensgestaltungen sowie das Thema Sicherheit innerhalb einer gut funktionierenden Stadtgesellschaft wurden hierbei formuliert. OB Arnold hofft auf ein einstimmiges Votum in der nächsten Vollsitzung des Gemeinderats.
Stadtrat Christian Baron (CDU) sieht höchste gesellschaftliche und kommunale Bedeutung in dieser Charta, zumal der Begriff Heimat erfreulicherweise für alle
neu den Mittelpunkt gestellt werde. Stadtrat Sebastian Fritz (Die Linke) zeigte sich mit der Gmünder CDU einig und spornte dazu an, die „Gmünder Charta“ weiter mit Leben zu erfüllen, sie vor allem den Kindern und Jugendlichen in den Schulen nahezubringen.
Stadträtin Heidi Preibisch (Bürgerliste) kam ins Grübeln„Welche Werte pflegen wir noch, wie gehen wir mit der Schöpfung um?“ Auch diese Fragen und Antworten sehe die in der Gmünder Charta, die noch feierlich vorgestellt wird.

Copyright Rems Zeitung, 09.05.2019