Ja zur Erinnerungsstätte für die Gmünder Synagoge und die ermordeten jüdischen Mitbürger

Bildschirmfoto 2015-07-02 um 21.14.54Für einen Seitenhieb bekam Stadtrat Sebastian Fritz spontanen Beifall: „Mich stört`s gewaltig, dass wir uns so intensiv mit dieser Gedenkstätte auseinandersetzen und gleichzeitig aber mit einem Straßennamen weiterhin einen Mann ehren, der genau in dieser schrecklichen Zeit, als die jüdischen Mitbürger Opfer wurden, Oberbürgermeister dieser Stadt war!“

Zustimmung und Lob fand am Mittwoch im Gemeinderat Entwurf und nun auch die Standortauswahl für die Errichtung eines künstlerisch gestalteten Denk– und Mahnmals, das der zerstörten Gmünder Synagoge und den ermordeten jüdischen Mitbürger gewidmet sein wird. Die Erinnerungsstätte soll am 9. November eingeweiht werden.

Oberbürgermeister Richard Arnold würdigte eingangs „viele gute Kräfte“, die sich diesem wichtigen Stück Gmünder Erinnerungskultur in den letzten Jahren gewidmet hätten. Dieser Prozess habe längere Zeit in Anspruch genommen. Und das sei auch gut so gewesen. OB Arnold drückte vor allem gegenüber der Kreissparkasse Ostalb Dank und Respekt für den offenen Umgang mit dem sensiblen Thema aus. Die Kreissparkasse finanziert das Projekt. Ebenso umschloss Richard Arnold mit seinen Dankesworten auch das bürgerschaftliche Engagement des Arbeitskreises Erinnerungskultur. Ausführlicher Bericht dazu am Donnerstag in der Rems-​Zeitung.

Rems Zeitung, Donnerstag, 02. Juli 2015