Ja zum neuen Hallenbad – ohne Nepperberg

04. August 2017  Gemeinderat, Presse, Redaktion
Die Kritik der Bürger, die sich für den Taubentalwald stark machen, ist berechtigt: Immer wieder wird von diesem Wald am nördlichen Rand der Stadt etwas abgezwackt. Deshalb braucht’s zum Taubental, auch als Frischluftschneise zur Altstadt, eine breite Diskussion. Heute geht es nicht, wie 2013, um eine Rodelbahn. Sondern um ein neues Hallenbad und ein Pflegeheim. Beide sind notwendig. Mit einer kontroversen Diskussion haben Stadträte und Bürger verhindert, dass die Verwaltung am Nepperberg vor dem Sommer noch schnell vollendete Tatsachen schafft. Nun will der Oberbürgermeister im September die Bürger über die Hallenbadpläne informieren. Sie sollten mit ihm diskutieren. Der Gleisparkwäre dabei ein wunderbarer Standort für ein neues Hallenbad. Neben Jugendmeile und Kletterhalle. Aber: Den Nepperberg, und damit den Taubentalwald, braucht es für ein Hallenbad nicht. Es ist auch so genügend Platz. Und Ideen, die zur Gartenschau 2014 ausgebaute Nepperbergstraße zur Sackgasse zu machen, um den Taubentalwald zu erreichen, sind irrsinnig. Denn die Entlastung, die diese Straße zu Stauzeiten bietet, wäre dann dahin.Fürs Pflegeheim gilt, was fürs Hallenbad galt: Die Stadt und der Schönblick müssen die Anwohner ernst nehmen. Nicht hinter verschlossenen Türen mit ihnen diskutieren. Sondern offen. Die Anwohner sind nicht gegen ein Pflegeheim. Sie sorgen sich aber um zu viel Verkehr und fürchten den Verlust von Bäumen als Windschutz ihrer Häuser. Deshalb machen sie sogar Vorschläge für alternative Standorte beim Schönblick. Diese zu prüfen, das ist das Mindeste, was die Anwohner erwarten können. Michael Länge

 

© Gmünder Tagespost 04.08.2017 18:49