Ja zu CCS-Erweiterung

Gmünds Gemeinderat hat am Mittwoch für eine Erweiterung des Congress-Centrums Stadtgarten CCS grünes Licht gegeben. Mit dieser Investition in Höhe von 3,53 Millionen Euro soll das CCS als Ort für Kongresse und Tagungen gestärkt werden. Dazu soll auch das Hotel am Stadtgarten dienen. Ob dies kommt, ist aber noch offen.

Schwäbisch Gmünd. Diese Investition mit einem städtischen Anteil von 2,35 Millionen Euro sei leistbar, sagte Celestino Piazza (CDU). Seminarräume aus 900 Quadratmetern seien harte Standortfaktoren im Wettbewerb gegen andere Kongresshallen. „Wir werden nicht zustimmen, wenn das Hotel nicht kommt“, äußerte Sigrid Heusel (SPD) mit Blick auf Gmünds Finanzen einen Vorbehalt. Für das Hotel laufen zurzeit noch Gespräche mit einem Investor. Von Anfang an „wohlwollend“ begleitet hätten die Grünen das Projekt, sagte Elmar Hägele (B 90 / Grüne), der die neuen Räume als Blumenhalle für die Gartenschau begrüßte, langfristig gedacht jedoch mehr Maßnahmen zum Energiesparen forderte. Die Erweiterung schafft die Rahmenbedingungen für den Hotelneubau, sagte Ute Nuding (FW / FDP). Ihre Fraktion stimme zu, sagte Dr. Eva-Maria Hack (FWF), während Peter Müller (Die Linke) die Kosten für die Erweiterung als „Weg in die falsche Richtung“ sah.
„Charme“ sah Piazza in Heusels Antrag, Aber: Komme das Hotel nicht, brauche Gmünd trotzdem eine Blumenhalle für die Gartenschau. Zudem glaubte er, dass die potenziellen Hotel-Investoren auf den Beschluss des Rates warten. Auch OB Richard Arnold sah eine „beflügelnde Wirkung“ des Beschlusses auf Anderes. Er schlug vor, den von der SPD gewünschten Passus – Zustimmung unter Vorbehalt, dass das Hotel gebaut wird – ins Protokoll aufzunehmen. Dem widersprachen die Juristen unter den Stadträten, die dies ausschlossen. Deshalb stimmten die Stadträte über eine Erweiterung des Stadtgartens für 3,53 Millionen Euro ohne Vorbehalt ab. Der Antrag ging bei einer Enthaltung und acht Nein-Stimmen durch. mil
© Gmünder Tagespost 25.07.2012