Im Dialog bleiben

06. April 2018  Ortsvorstand, Presse, Redaktion

Der Orstvorstand der Linken erwartet von Oberbürgermeister Richard Arnold, dass dieser mit den Bürgerinnen und Bürger wegen der geplanten Bebauung des Zeiselbergs im Dialog bleibt. Außerdem erwarten die Mitglieder, dass der Baumbestand mit der notwendigen Sorgfalt behandelt und erhalten bleibt.

Auf seiner jüngsten Sitzung wurde das Bauvorhaben Zeiselberg diskutiert. Alle Mitglieder des Ortsvorstandes begrüßen eine Verstetigung des Biergartens auf dem Zeiselberg unter Berücksichtigung des Erhalts des für den Zeiselberg charakteristischen alten Baumbestandes. „Viele Bürgerinnen und Bürger kennen den Berg seit ihrer Kindheit und sind mit den Bäumen und ihrem Stadtbild prägenden Charakter groß geworden. Daher müsse allergrößte Sorgfalt im Umgang mit diesen gewährleistet sein“, so Saskia Jürgens. Neben dem Optischen sei auch der Nutzen für das Klima bei einem alten Baum um ein Vielfaches höher als bei neuen, jungen Bäumen. Daher müsse auf den Erhalt größten Wert gelegt werden.
Ein weiteres Thema ist die angedachte Größe der Gastronomie und der Umgang mit den Anwohnern. Der Ortsvorstand zeigte sich entsetzt, wie der Oberbürgermeister wieder einmal mit Bürgern umspringe. Es sei absolut inakzeptabel, wenn die Anwohner, die das Ergebnis in Detailfragen nicht mittragen, öffentlich angegangen werden. So stelle sich der Ortsvorstand keinen Umgang mit Bürger*Innen vor, so die Mitglieder. Die Anwohner betonen immer wieder, dass sie sich Gesprächsbereit gezeigt haben und auch keinesfalls den Biergarten als Ganzes ablehnen. In den letzten Wochen und Monaten habe sich aber der Eindruck aufgedrängt, dass die bebaute Fläche immer größer werde und darüber muss aus Sicht des Ortsvorstandes gesprochen werden. Neben den Anwohner*Innen treibe diese geplante Dimension auch viele Bürgerinnen und Bürger um. „Die Stadt muss endlich Transparenz schaffen und die Sorgen in der Bürgerschaft ernst nehmen“, so Vorstandsmitglied Alexander Relea-Linder. Auch das enge Zeitfenster für die Remstalgartenschau dürfe hier kein Argument sein, denn nicht die Anwohner oder die Bürgerschaft ist für ein solches Verfahren verantwortlich, sondern dies liege allein in der Verantwortung der Stadtverwaltung. „Wir lehnen das Genehmigungsverfahren im Eiltempo ab, denn damit besteht die Gefahr, dass wieder einmal Fakten mit dem Verweis auf den Zeitdruck geschaffen werden“, so Joachim Denke. Das Gebäude werde jedoch für die Zukunft bestehen bleiben, mit all seinen Konsequenzen für die Anwohner*Innen und die gesamte Bürgerschaft. Der Ortsvorstand fordert daher die Stadtverwaltung und allen voran Oberbürgermeister Richard Arnold auf, den Weg des Dialogs wieder aufzunehmen, um eine akzeptable Lösung für alle zu finden. „Uns ist darüber hinaus wichtig, dass die gemachten Fehler, die auch in der Vergangenheit bei anderen Bauprojekten bereits zu unnötigen Reibereien geführt haben, aufgearbeitet werden, um diese in Zukunft für ein gutes Miteinander in der Stadt, zu vermeiden“, so Vorstandsmitglied Martin Lennartz.