Gmünds Haushalt fürs Jahr 2017 steht – mit 184 Millionen Euro

Bildschirmfoto 2016-04-27 um 22.09.56Finanzen Die Stadträte diskutieren einmal mehr kontrovers, ob Reinigungskräfte wieder komplett von der Stadt beschäftigt werden sollen oder nicht.

Vor der Abstimmung diskutierten die Stadträte noch offene Themen. Bei der Digitalisierung des Gemeinderates sollen die Stadträte für eine dreimonatige Testphase Laptops bekommen. Diese ersetzen Papiervorlagen für die Sitzungen. Dafür gab’s Zustimmung. Das zweite Thema: Die Linken hatten beantragt, dass die Reinigungskräfte wieder komplett von der Stadt selbst und nicht von Fremdfirmen beschäftigt werden. Dies bedeutet Mehrkosten in Höhe von 840 000 Euro, sagte dazu die Stadtverwaltung. Sie betonte, 52 Prozent der städtischen Gebäudeflächen würden zurzeit durch eigene, 48 Prozent durch fremde Kräfte gereinigt. Linke-Sprecher Fritz wies nochmal darauf hin, dass eigenes Personal 14 Euro in der Stunde bekomme, Fremdpersonal 10 Euro in der Stunde. Die Stadt strenge sich an, das Verhältnis 52 zu 48 Prozent zu wahren, sagte dazu OB Richard Arnold. Zudem wolle sie Ausbildungsplätze für Gebäudereiniger schaffen, die nach der Ausbildung bei der Stadt blieben. Dies war den Linken zu wenig. Und den Grünen. Sie unterstützten den Antrag der Linken. Teile der SPD und der Bürgerliste ebenso. Werner Nussbaum (BL) wies auf die soziale Verantwortung der Stadt hin. Sigrid Heusel (SPD) erwartete ein „verantwortungsvolles Umgehen“ der Verwaltung mit diesem Thema: dass zum Beispiel Reinigungslose auch tatsächlich in vorgegebener Zeit zu bewältigen seien. Der Antrag der Linken wurde bei drei Enthaltungen mit 28 Nein- und zehn Ja-Stimmen abgelehnt.

© Gmünder Tagespost 15.03.2017 19:37