Gemeinderat informierte sich über das geplante Hotel

Sebastian FritzWir brauchen das, aber im Moment schrecken uns die Dimensionen noch ein bisschen. So etwa lautete am Mittwoch im Gmünder Gemeinderat der Tenor, als Oberbürgermeister Richard Arnold und Architekt Cemal Isin die Pläne für das neue Hotel am Bahnhofs-​Kreisel vorstellten.
SCHWÄBISCH GMÜND (ml). Arnold verwies auf die ausführliche Beratung im Bauausschuss (die Rems-​Zeitung berichtete am vergangenen Donnerstag). Die Pläne „ruhen auf den Beschlüssen, die hier schon gefasst wurden“, betonte der OB. Er finde es schön, dass ein Investor aus der Region gefunden worden sei. Es gelte, den Kurs der Urbanität in Gmünd fortzusetzen. Das neue Hotel sei wichtig in Kombination mit dem erweiterten Stadtgarten.
Cemal Isin erläuterte, dass für das Hotel 30 Stellplätze geschaffen wurden. Weitere fänden die Gäste in der Stadtgarten-​Tiefgarage. Man verhandle mit Betreibern; in Frage kämen Radisson oder Park Inn. Vorgesehen sei ein Vier-​Sterne-​Plus-​Haus.
Der Lobbybereich mit einem Café und einem Fitness-​Bereich werde der Öffentlichkeit zugänglich sein. Ebenso die komplett begrünte Dachterrasse mit einer Sky-​Bar. Die 107 Zimmer sollen barrierefrei gebaut werden.
Celestino Piazza (CDU) bedankte sich bei der Familie Grimminger, die nun nach dem Bau des Forums Gold & Silber auch für das Hotel als Investor einsteige. „Das ist eine tolle Sache, weil zeitweise durchaus die Gefahr bestand, dass wir dort überhaupt kein Hotel mehr hinbekommen“, erklärte Konrad Sorg (SPD). Nun müsse man die Chance nutzen und das Projekt mit voller Unterstützung begleiten.
Karl Miller (B 90/​Grüne) haderte ein wenig mit der Höhe des Gebäudes. Er fände es schön, wenn manbis zur nächsten Beratung ein Modell zeigen könnte, wie sich das um zwei Geschosse gewachsene Gebäude in seine Umgebung einfüge. „Uns freut das auch, aber es ist schon recht wuchtig“, hieb Ullrich Dombrowski (FW/​FDP) in die gleiche Kerbe.
„Dieses Hotel ist wichtig für Gmünd als Kongress-​Standort“, betonte Karin Rauscher (FWF). Allerdings hätte es auch für sie eine Etage weniger sein dürfen. Sebastian Fritz (Linke) forderte, über die Landesgartenschau hinaus zu denken. Und da erscheine ihm das Gebäude in seinem Umfeld als sehr wuchtig.