Für kürzere Arbeitszeit

12. Januar 2018  Ortsvorstand, Presse, Redaktion

Der Ortsvorstand der Gmünder Linken begrüßt es, wenn die IG Metall als Deutschlands größte Einzelgewerkschaft den Arbeitgebern Druck macht und sich neben einer „überfälligen“ Lohnerhöhung auch für Arbeitszeitmodelle einsetze, die es den Beschäftigten ermöglichen, Leben und Arbeit in Einklang zu bringen.

„Die Auftragsbücher sind voll, die Unternehmen fahren glänzende Gewinne ein. Trotzdem schalten die Arbeitgeber auf stur und drücken sich vor ihrer Verantwortung. Wer sich die Taschen vollmacht und die Bedürfnisse seiner Beschäftigten ignoriert, darf sich nicht wundern, wenn er morgen vor verschlossen Werkstoren steht“, meint Ortsverbandssprecher Alexander Relea-Linder. Und: „Ich kann nur hoffen, dass die Streiks die Arbeitgeber schnell zur Vernunft bringen werden.“

Laut Ortsverbandssprecherin Cynthia Schneider setzt sich die IG Metall bei dieser Tarifverhandlung mit der Forderung nach einer befristeten Arbeitszeitverkürzung auf 28 Stunden besonders für die Interessen der Beschäftigten ein, welche sich das wegen Schichtarbeit, wegen der Pflege von Angehörigen oder der Erziehung von Kindern wünschen. Der Ortsverband der Gmünder Linken unterstütze die IG Metall daher bei ihrem Kampf für gute Arbeitsbedingungen.

„Im 21. Jahrhundert brauchen wir eine flexiblere und kürzere Normalarbeitszeit, eine kurze Vollzeit, die um die 30-Stunden-Woche kreist. Die Linke kämpfe für Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn- und notwendigem Personalausgleich“, fasst der stellvertretende Ortsverbandssprecher Christian Zeeb zusammen.

© Gmünder Tagespost 12.01.2018 18:28