Fünf Klassenräume fürs HBG

Das Hans-Baldung-Gymnasium (HBG) soll erweitert werden. Für 2,4 Millionen Euro soll Gmünds größte Schule auf dem Westflügel der Schule einen Aufbau mit fünf weiteren Klassenräumen erhalten. Dies diskutierten die Stadträte des Bauausschusses am Mittwoch.

Der Leiter des Amtes für Bildung und Sport, Klaus Arnholdt, erläuterte zunächst die Notwendigkeit dieser Erweiterung. Das HBG war Gmünds erstes Gymnasium mit dem G-8-Zug. Lange bevor die anderen Schulen G 8 hatten. Nachdem G 8 landesweit eingeführt wurde, gab’s viel Kritik. Deshalb richtete das Land 40 Gymnasien ein, die neben G 8 einen G-9-Zug erhalten sollten. Das HBG war eines dieser Gymnasien. Der Andrang an der Schule entwickelte sich danach so, dass das Gymnasium inzwischen nur noch G 9 anbietet. Aktuell hat die Schule deshalb 22 Klassenzimmer bei 36 Klassen. Wenn noch mehr Klassen dazukommen, „geht’s nicht mehr“, sagte Arnholdt. Mit 743 Schülern sei das HBG Gmünds größte Schule. Dazu sei das HBG nun IT-Schule mit den Schwerpunkten Informatik, Mathematik und Physik. Ein weiterer Schwerpunkt ist Sport.

Sabine Rieger, Leiterin des Amtes für Gebäudewirtschaft, stellte den Stadträten die Erweiterung vor. Der Aufbau sei ein Beton-Stahl-Bau mit viel Holz und einem begrünten Dach. Die Aufstockung erfolge in den Sommerferien 2020. Begonnen werden soll eine Woche vor den Ferien, dauern wird’s bis eine Woche nach Schulbeginn.

„Für uns sind zwei Dinge wichtig“, sagte HBG-Schulleiter Veit Botsch. Er nannte neue Räume für weitere Klassen, momentan seien alle Räume belegt. Und er nannte einen größeren Raum für Veranstaltungen. Ein solcher entsteht im Aufbau, wenn zwei Klassenräume zusammengelegt werden.

Der Erfolg des HBG trifft und finanziell.

Christoph Preiß, CDU-Stadtrat

Der Erfolg des Hans-Baldung-Gymnasiums trifft uns finanziell“, sagte Christoph Preiß (CDU). Dennoch sei das Aufstocken richtig, das Material Holz und die Dachbegrünung auch. Preiß kritisierte, dass 1,75 der insgesamt 2,4 Millionen Euro bei der Stadt blieben. Er hatte einen höheren Zuschuss des Landes erwartet. Dieser sei etwas mager ausgefallen.

Auch Karl Miller (B 90 / Grüne) bewertete die Planung positiv: Die Architektur sei gut, energetisch sei das Projekt durchdacht, die CO2-Bilanz könne man einmal errechnen lassen, vielleicht ja auch durch Schüler.

Als „erfreulich“ bewertete auch Prof. Dr. Andreas Benk (Linke) das Vorhaben. Er hoffe, dass das Parler-Gymnasium nebenan bestehen könne. Als „gelungen“ bewertete auch Dr. Constanze Schwarzkopf-Streit (FWF) den Bau. Er sei „architektonisch gelungen“, sagte Ullrich Dombrowski (Bürgerliste), er sei eine „gute und richtige Investition in die Zukunft“, sagte Dr. Peter Vatheuer (FDP/FW).

Die Stadt dürfe dem Land keine Vorwürfe machen, sagte schließlich Oberbürgermeister Richard Arnold. Denn die Stadt habe sich für G 9 gemeldet. Dieses erfahre großen Zuspruch, das erlebe nicht nur Gmünd.

© Gmünder Tagespost 11.12.2019 19:29