Forderung nach einem sportgerechten Bad

13. November 2018  Gemeinderat, Presse, Redaktion, Sebastian Fritz

Viel wurde am Sonntagmorgen beim „sportpolitischen Frühschoppen“ gesprochen, diskutiert und Szenarien aufgebaut beim Thema, wie es mit dem Gmünder Hallenbad weitergeht (die RZ berichtete am Montag). Aber unabhängig davon, wie der Bürgerentscheid ausgeht, bleibt der Stadtverband Sport bei seiner Forderung nach einem Investorenbad, mit einer 50-MeterBahn, sagte Verbandsvorsitzender Ralf Wiedemann, der eine Woche zuvor Gespräche mit der Bürgerinitiative (BI) und den Vereinen geführt hatte. Trotz teilweise kontrovers geführter Gespräche sei man einig, dass man dringend mehr Wasserflächen benötige. Wiedemann hält die vorgelegten Zahlen der BI für nicht ausreichend und daher kaum belastbar. Er habe aber Vertrauen in die Stadtverwaltung, dass diese die entsprechenden Verträge so gestalte, dass man kein großes Risiko eingehe, wenngleich auch er sagt: „Ein Restrisiko bleibt immer“ und fügt an, „aber wenn wir nichts machen, dann kommt uns das noch teurer“. Wiedemann sprach noch ein Lob an die Vereine aus, deren Miteinander sich verbessert habe und keiner neidisch auf den anderen sei. Stadtrat Elmar Hägele (Die Grünen) sieht noch weitere Probleme und sagte, „um jeden Meter, der von der Nepperbergstraße gebraucht wird, wird meine Zustimmung weniger“.
Stadtrat Sebastian Fritz (Linke) gab zu bedenken, dass Zuzahlungen als ein „kreditähnliches Geschäft und daher wie ein Kredit angesehen werden muss“. Bürgermeister Joachim Bläse antwortete darauf, dass die Stadt Gmünd nicht in der Lage
sei, auf dem Kapitalmarkt 25 bis 30 Millionen Euro zu holen. Darüber hätte eigentlich
ein Bürgerentscheid stattfinden müssen. Ein mögliches Darlehen könnte nur über die Bäderbetriebe, sprich über die Stadtwerke, aufgenommen werden.
Der Ehrenvorsitzende des Gmünder Stadtverbands Sport, Edelbert Krieg, forderte die Stadt und den Gemeinderat dazu auf, die Jugendförderung zu erhöhen und sagte, es könne nicht sein, dass der Betrag heute niedriger sei als vor 20 Jahren.
Zum Schluss kündigte Klaus Arnholdt, Leiter des Amtes für Schule und Bildung, eine Veranstaltung zur „Trainergewinnung als organisatorische Leistung von Sportvereinen“ am 10. Dezember an. Dort will Gerold Bläse aufzeigen, wie man die Voraussetzungen schaffen kann, neue Trainer zu gewinnen und Bestandstrainer länger an den Verein zu binden. Dabei will er seine berufliche Erfahrung aus der Organisationsberatung und sein
Wissen aus seinem Heimatverein FC Bargau mit einbringen. Neben der jährlichen
Sportlerehrung in Gmünd will die Stadt künftig auch einen „Trainer des Jahres“ küren, sagte Klaus Arnholdt.