Fahrradnetz umsetzen

31. August 2020  Gemeinderat, Ortsvorstand, Presse, Redaktion

Der neue Vorstand von links nach rechts:
Marie Eigenbrod, Kurt Wahl, Volker Wamsler, Freya Zanek, Thorsten Ulrich, Lucia Denke, Georg Schäfer, Dennis Herbst und Christian Zeeb

Stadtradeln wird dieses Jahr ohne DIE LINKE stattfinden

SCHWÄBISCH GMÜND (pm). Der Ortsverband der LINKEN wird in diesem Jahr nicht aktiv am Stadtradeln teilnehmen. Vier Jahre in Folge fuhr der Ortsverband in den vergangenen Jahren mit einem eigenen Team, vielen Teilnehmer*innen und damit vielen Kilometern mit. Die Teilnahme sei, so die LINKE, neben der Freude am Radfahren in der Freizeit und vor allen Dingen im Alltag damit verbunden gewesen, dass man die Hoffnung hatte, dass sich auch in Sachen Infrastruktur für das Radfahren in der Stadt Schwäbisch Gmünd allmählich etwas verbessert. Dies sei Stand heute leider überhaupt nicht der Fall, erklärt der Gmünder Ortsverband in seiner Pressemitteilung.

Oberbürgermeister Arnold erwähne, heißt es weiter, in seinem Vorwort zur diesjährigen Broschüre, dass „alle wieder kräftig in die Pedale treten sollen, um das Fahrradfahren in unserer Stadt weiter voranzubringen“. Weiter werde in dem Vorwort dafür geworben, das Rad häufiger im Alltag zu nutzen, wie zum Beispiel zur Arbeit, zum Einkaufen, aus Spaß an der Freude oder auf dem Weg in die Schule.
Diese Sicht teile der Ortsverband voll und ganz und es lasse sich auch in der Stadt, im Freundes- und Verwandtenkreis ein verändertes Bewusstsein erkennen, aber dann müsse die Stadt aus Sicht der LINKEN auch endlich eine Offensive für sichere Radwege in der Stadt starten! Aus Sicht des Ortsvorstandes reiche es dabei nicht, „einmal im Jahr ein nettes Foto von einem neuen Streckenabschnitt, der einen Schutzstreifen erhalten hat, zu veröffentlichen“. Vielmehr müsse endlich und besonders für die Schulkinder ein durchgängiges Fahrradstraßennetz diskutiert und umgesetzt werden, um die Innen- stadtschulen zu erreichen. Außerdem brauche es neben einem Cityring um die Altstadt herum ein nach außen verzweigtes Netz, um in die Stadtteile zu gelangen.
Offensive für sichere Radwege gefordert
Auch sehr schnell ließen sich viele kleine Maßnahmen, wie zum Beispiel Fahrradreparaturstationen zur Selbstreparatur oder E-Bike-Ladestationen, sichere Abstellboxen für E-Bikes in der Innenstadt und so weiter umsetzen. Viele Städte um Gmünd herum und gerade auch im Remstal, wo durch die Remstal Gartenschau enge Verbindungen entstanden sind, zeigen, dass es geht, aber in Schwäbisch Gmünd stehe man, so DIE LINKE, nach wie vor auf der Bremse. Daher sei der Ortsverband der Auffassung, dass es „keine weiteren Showveranstaltungen“ benötige, sondern endlich eine Offensive für sichere Radwege, um am Ende tatsächlich eine verbesserte Infrastruktur mit deutlich mehr Fahrspaß zu haben und sicher anzukommen.

Copyright, Rems Zeitung 31.08.2020