Esperanza „keinen Pfifferling wert“?

09. März 2016  Gemeinderat, Presse, Redaktion

bild45321_43135Einigen Stadträten sei die Arbeit der Jugendkulturinitiative (JKI) „keinen Pfifferling wert“, kritisiert die Vorstandschaft des Stadtjugendrings. Sie bezieht Stellung zum Vorschlag der CDU-Fraktion, den Zuschuss für die JKI zu kürzen.

Schwäbisch Gmünd. 2013 wurde die Jugendkulturinitiative zweiter Sieger beim Baden-Württembergischen Ehrenamtswettbewerb „Echt gut“. Diese Auszeichnung zu erhalten, sei nicht einfach, so die Vorstandschaft des Stadtjugendrings. Doch die JKI habe sich von den vielen Bewerbern abgehoben, weil sie seit ihrer Gründung 2001 „Hervorragendes“ leiste. Vor 15 Jahren habe die JKI als kleiner Verein angefangen. Ein Verein mit hohen Werten. Die JKI wolle „jungen Menschen ein zeitgemäßes, vielfältiges, ihren Neigungen entsprechendes Angebot in der Freizeitgestaltung machen“. Die JKI ist Trägerverein des selbstverwalteten Jugendkulturzentrums „Esperanza“. Das Esperanza sei ein Ort, an dem sich Jugendliche und junge Erwachsene ausprobieren könnten. Ein Ort, an dem es regelmäßig Konzerte, Vorträge, Film- und Themenabende gebe. Mehr noch: Seit zehn Jahren gebe es dort regelmäßig inklusive Aktionen mit der Stiftung Haus Lindenhof. Im Esperanza werde seit zehn Jahren Inklusion gelebt. Der Aktionsplan Inklusion GD, der vom Gemeinderat verabschiedet wurde, sei gerade mal einen Monat alt. Auch im Bereich „Engagement für Flüchtlinge“ seien die jungen Leute vom Esperanza Vorreiter in Gmünd. Schon 2010 gab es erste Veranstaltungen mit jungen Flüchtlingen aus dem Asylbewerberheim. Im Vergleich dazu: 2013 wurde das Bündnis für Menschlichkeit von Oberbürgermeister Richard Arnold und Landrat Klaus Pavel ins Leben gerufen, daraus entstand der Gmünder Weg – drei Jahre später. Hochmotiviert sei die JKI in ihr Jubiläumsjahr 2016 gestartet. Plötzlich habe es sie „wie ein Schlag ins Gesicht“ getroffen, so die Vorstandschaft des Stadtjugendrings. Aus der Zeitung haben die jungen Leute erfahren, dass eine Fraktion des Gemeinderats die Kürzung des Mietzuschusses um 50 Prozent beantragt hat. Und das schon für das laufende Geschäftsjahr 2016. Dieser Beschluss, auch wenn die Kürzung jetzt gestaffelt werden solle und für 2016 bei „nur“ 3000 Euro liege, könne das Aus bedeuten. Noch im November 2015, als das Jubiläumsjahr eingeläutet wurde, wurde die JKI für ihr ehrenamtliches Engagement von hochrangigen Vertretern der Stadt, die alle zur Jubiläumsfeier gekommen waren, gelobt. „Drei Monate später muss die JKI feststellen, dass ihr Engagement einigen Vertretern im Gemeinderat keinen Pfifferling wert ist“, so der Stadtjugendringvorstand weiter: „Keiner, weder die Verwaltung noch der Gemeinderat, hielt es für notwendig, mit den Machern der JKI das Gespräch zu suchen. Echt gut?!“