Es braucht eine Alternative

12. Januar 2017  Ortsvorstand, Presse, Redaktion

DIE LINKE zeigt sich über den Verzicht der SPD auf einen eigenen OB-Kandidaten überrascht.

Noch im Oktober wurde die SPD-Fraktionschefin Sigrid Heusel mit den Worten „In der Demokratie muss man eine Wahl haben“ in den Gmünder Zeitungen zitiert. Diese Ansicht teilte der Vorstand des Ortsverbandes der Linken und sprach sich auf einer Mitgliederversammlung ausdrücklich dafür aus, dass die Linke Fraktion im Gmünder Gemeinderat mit den Fraktionen von SPD und Grünen Gespräche für einen gemeinsamen OB-Kandidaten führen sollte. Umso erstaunter war man über die Aussagen des SPD-Stadtverbandsvorsitzenden Pahlke, der Ende November öffentlich davon sprach, dass die SPD „nicht auf Gedeih und Verderb“ einen Kandidaten präsentieren möchte.
Heute nun habe die Linke mit Bedauern aus der überregionalen Berichterstattung entnehmen müssen, dass Richard Arnold auch „von Sozialdemokraten für seine Ideen und sein Talent geschätzt und die SPD deshalb von sich aus erst einmal nicht nach einem anderen Kandidaten suchen wird“, so Ortsverband-Sprecher Alexander Relea-Linder. Trotzdem möchte Relea-Linder die Tür für einen gemeinsamen rot-rot-grünen Kandidaten weiterhin offen lassen und die Hoffnung nicht aufgeben, dass es gelingen wird, eine gemeinsame Kandidatin oder einen gemeinsamen Kandidaten zu finden.
„Neben der Tatsache dass wir der Auffassung sind, dass die Bürgerinnen und Bürger eine Wahlmöglichkeit haben sollten, wurden wir in den letzten Wochen und Monaten immer wieder von Bürgern der Stadt ermutigt, eine Alternative anzubieten“, so das Vorstandsmitglied Volker Wamsler.
Aus Sicht der Linken zeige sich zum Ende der derzeitigen Amtszeit des amtierenden Oberbürgermeisters Richard Arnold ein erneutes Erstarken der CDU-Seilschaften. Allein die Wahl von Celestino Piazza zum Geschäftsführer der Gmünder VGW und die überwiegend ablehnende Haltung der Bürgerschaft in dieser Frage habe gezeigt, dass die CDU zusammen mit dem Oberbürgermeister ihre Interessen, auch gegen eine ablehnende Haltung in der Bürgerschaft, durchdrückt. Aber auch der Einsatz der CDU-Fraktion für die Ausstattung des Predigers mit neuen Kronleuchtern in einer Zeit, in der in vielen Bereichen das Geld für das Nötigste fehle und die Arbeitszeitkonten vieler Beschäftigten wegen einer sehr hohen Arbeitsbelastung durch die Decke schießen, machten deutlich, dass eine Alternative angeboten werden müsse. Daneben gebe es noch viele weitere Themen, über die kontrovers diskutiert werden könne und müsse, und dafür böte sich der anstehende OB-Wahlkampf, im Sinne einer demokratischen Auseinandersetzung, bestens an.