Erneut Protest vor dem Gmünder Bahnhof

07. September 2010  Redaktion

Erschienen in den Stuttgarter Nachrichten am 06.09.2010

Mit einem Klick auf das Bild erscheint es in voller Größe.

Auch am gestrigen Montag hatte das breite Aktionsbündnis wieder zu einer Montagsdemonstration (Schwabenstreich) gegen das Milliardengrab Stuttgart 21 aufgerufen. Gekommen sind abermals knapp 100 Menschen um vor dem Gmünder Bahnhof ihren Unmut über die Art und Weise und über das Projekt selber kund zu tun. Der Regionalgeschäftsführer des BUND Andreas Mooslehner, zeigte in seiner Rede die Defizite des bestehenden Zugverkehres im Ostalbkreis auf und verband damit die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Riesenprojektes das auf absehbare Zeit dann keine Gelder mehr für die Verbesserung der Regionalversorgung übrig lässt. Sebastian Fritz von der Linken Schwäbisch Gmünd zeigte sich erfreut über die ersten Rektionen auf die Proteste in Gmünd und ging auf den diese Woche erschienenen Artikel der jungen Union Ostalb ein.

1. Die Verfasser schreiben: „Angesichts der stark politisch motivierten Panikmache einzelner Interessensgruppen bezüglich des Großprojektes S21, bekennt sich die JU uneingeschränkt zu dem Projekt.“

Von welcher Panikmache wird hier gesprochen – die Panik vor den immensen negativen Folgen wird von den Befürwortern und deren vorgezogenen Abruchs  des Kopfbahnhofes erst geschürt!

2. „Stuttgart 21 ist notwendig, um Baden Württemberg für die jungen Generationen sowie deren Kinder lebenswert zu gestalten und muss deshalb gebaut werden“, Zitat ende.

Aha – mindestens 11 Mrd. € Kosten, die vor allen Dingen die jungen unter uns nachhaltig belasten werden, soll positiv sein? Die immensen Kosten werden eher gerade die jungen Menschen belasten, da dann kein Geld mehr für Soziales, Bildung, Kultur, usw. vorhanden sein wird.

Das Aktionsbündnis wird sich jetzt noch intensiver mit den Vorbereitungen auseinandersetzen um jeden Montag mehr und mehr Gmünderinnen und Gmünder für die Proteste und damit gegen Stuttgart 21 auf die Straße zu bekommen! Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren! (Willi Bleicher, Gewerkschaftsführer)