Energiewende dezentral

IMG_5540Am gestrigen Freitag besuchte die Bundestagsabgeordnete der IMG_5548Linken Heike Hänsel zusammen mit dem Bundestagskandidat im Wahlkreis Backnang Schwäbisch Gmünd Jörg Drechsel den Dorfladen in Großdeinbach.

Der Ortsvorsteher und stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Genossenschaft Gerhard Maier führte die Delegation, die von den beiden Linken Stadträten Peter Yay-Müller und Sebastian Fritz begleitet wurde, durch den genossenschaftlich organisierten Dorfladen und erläuterte dabei die Entstehungsgeschichte. „Es ist sehr interessant zu sehen, was hier für eine tolle Möglichkeit für die Bürgerinnen und Bürger entstanden ist“, so die entwicklungspolitische Sprecherin der Linken im Bundestag, Heike Hänsel. Vor allen Dingen der Bezug von regionalen Produkten sei hervorzuheben und dennoch übersteige die Produktvielfalt die, eines herkömmlichen Supermarktes. Die stellvertretende Vorsitzende des Vereins – Andrea Mürdter – erläuterte, dass bei der Preisgestaltung auch insbesondere darauf geachtet wurde, dass Menschen mit einem kleinen Geldbeutel sich den Einkauf im Dorfladen leisten könnten.

Im Anschluss kam es dann noch zu einer intensiven Diskussion über die geplante 380 KV Leitung. Gerhard Maier erläuterte, dass die Trassenführung nach der neuesten Planung auch unmittelbar an Großdeinbach vorbei führe. „Es sei schon ein Unding, dass Herr Barthle und Herr Lange nicht deutlich sagen, dass sie die Trasse im Jahr 2009 mit beschlossen haben und den Bedenken der Linken auf frühzeitige Bürgerbeteiligung und der Möglichkeit von Erdverkabelung durch ihre Ignoranz im Bundestag eine Abfuhr erteilt haben“, so der Linken Kandidat Jörg Drechsel. Peter Yay-Müller machte deutlich, dass es klare Anzeichen dafür gebe, dass die Leitung nur bedingt für die Energiewende benötigt werde, denn es gehe vielmehr darum, dass sich die vier großen Energieversorger in Deutschland eine Möglichkeit offen lassen wollen um über die Transportwege ihre Vormachtsstellung auf dem Energiesektor zu sichern. „Wir stehen ohne wenn und aber hinter der Energiewende, aber aus unserer Sicht muss zuerst einmal geprüft werden, ob der Bau der 380 KV Leitung wirklich notwendig ist und ob es nicht ausreicht die bestehende 110 KV Leitung aufzurüsten“, so der Stadtrat Sebastian Fritz. Heike Hänsel ergänzte, dass DIE LINKE es für notwendig hält, dass die Energiewende dezentral mit starken Stadtwerken umgesetzt wird um auch eine demokratische Kontrolle durch die jeweiligen Gemeinderäte im Aufsichtsrat sicher zu stellen. Damit würde sich auch der Bau von solch gigantischen Stromtrassen, die mit Pfeilern von 80 Metern in den Himmel ragen, erübrigen.