Doppelhaushalt unter Dach und Fach

Fahrplan zur Klimaneutralität soll bis spätestens Ende 2023 auf dem Tisch liegen.

Schwäbisch Gmünd. Einstimmig setzte der Gemeinderat in seiner Sitzung am Mittwoch Gmünds ersten Doppelhaushalt, den für die Jahre 2022 und 2023, in Kraft. Dabei billigte das Gremium auch einen Kompromissvorschlag zum Masterplan für den Weg zur Klimaneutralität bis 2035, den die Verwaltung eingebracht hatte.

Die Fraktionen von Grüne, SPD und Linke hatten in einem gemeinsamen Antrag Zweifel geäußert, ob das neue Klimaamt das gesetzte Ziel, bis 2035 keine Treibhausgase mehr auszustoßen, erreichen kann. Sie hatten deshalb vorgeschlagen, die Erarbeitung dieses Masterplans an ein privates Büro zu vergeben. Dafür sollten 200 000 Euro bereitgestellt werden.

Erster Bürgermeister Christian Baron stellte den Kompromissvorschlag vor. Der bezeichnet den Beitritt dem European Energy Award, den der Gemeinderat in einem weiteren Tagesordnungspunkt beschloss, als ersten Schritt auf dem Weg zu diesem großen Ziel. Nur für den Fall, dass noch weitere externe Unterstützung nötig werden sollte, werden in den Jahren 2022 und 2023 je 50 000 Euro dafür bereitgestellt.

„Verwaltung verantwortlich“

Diesen Vorschlag trugen die drei Fraktionen mit. Grüne-Fraktionsvorsitzender Gabriel Bum stellte jedoch klar: „Wir wollen den Masterplan bis Ende 2023 auf dem Tisch haben.“ Auch Tim-Luka Schwab (SPD) unterstrich, dass die Verwaltung dafür verantwortlich ist, dass dieses Zeitlimit eingehalten wird. Sebastian Fritz (Linke) sprach von einem guten Kompromiss.

Ebenso wie den Haushalt verabschiedete der Gemeinderat einstimmig den Haushalt 2022 der Hospitalstiftung und stellte die Jahresrechnung 2018 der Stiftung fest. 

Copyright Gmünder Tagespost, 31.03.2022