Die Stadt unterstützt Gmünder Sportvereine

Schwäbisch Gmünd. „Wir werden immer sportlicher.“ Das sagte Oberbürgermeister Richard Arnold am Mittwoch im Verwaltungsausschuss des Gemeinderats zu der Bemerkung von Grünen-Stadtrat Elmar Hägele, dass die Zahl der Gmünder Jugendlichen bei internationalen Wettkämpfen steigt. Um die Jugendarbeit in den Gmünder Sportvereinen zu fördern, stellt die Stadt dieses Jahr über 75 000 Euro zur Verfügung. Der Verwaltungsausschuss sprach sich einstimmig dafür aus.

In den 43 Gmünder Sportvereinen, die einen Antrag auf Jugendförderung gestellt haben und Mitglied im Stadtverband Sport sind, werden 5731 Kinder und Jugendliche betreut. „Darüber sind wir sehr froh“, sagte Klaus Arnholdt, Leiter des Amts für Bildung und Sport. Das Geld sei „sehr gut angelegt“.

Die Vereine bekommen 5,50 Euro für jedes Mitglied unter 18 Jahren sowie einen Leistungszuschlag zwischen 75 und 200 Euro für Kadermitgliedschaften. Wenn der Stadtverband Sport diese Fördermittel ausbezahlt hat, bleiben ihm noch knapp 3000 Euro übrig, die er selbst verteilen kann. Er bezuschusst damit Reise- und Übernachtungskosten bei internationalen Wettkämpfen. Vereine fragten diese Unterstützung vermehrt nach, sagte Erich Kümmel, stellvertretender Vorsitzender des Stadtverbands Sport.

Stadtrat Sebastian Fritz (Linke) fragte nach, ob auch Kinder gefördert werden, deren Eltern sich den Jahresbeitrag für Vereine nicht leisten können. Es sei Angelegenheit der Vereine, ob sie Härtefallregelungen zulassen, antwortete Bürgermeister Dr. Joachim Bläse. Doch er kenne keinen Fall, bei dem sich eine Familie dies nicht leisten konnte. Bei der SG Bettringen etwa koste der Jahresbeitrag für Kinder 40 Euro, fügte Erich Kümmel hinzu.

Warten aufs Sportzentrum

Neben den Zuschüssen für die Jugend im Verein unterstützt die Stadt Sportvereine bei Anschaffungen. Insgesamt 13 Vereine sollen dieses Jahr 51 460 Euro bekommen, letztlich darüber entscheiden wird der Gemeinderat am 4. Juli. Mit 12 500 Euro soll der TSB Gmünd dabei den größten Zuschuss erhalten, allerdings auf zwei Jahre verteilt. Das Geld ist für die provisorische Sanierung der sanitären Anlagen am Sportplatz in der Buchstraße bestimmt, die insgesamt gut 44 000 Euro kosten soll. Eigentlich wollte die Stadt dort nicht mehr investieren, weil der TSB das Gelände verkaufen möchte. Denn der Verein und die Stadt planen ein neues Sportzentrum im Laichle. Doch dieses „kommt in den nächsten fünf Jahren nicht“, sagte Kümmel, zumindest sei es erst in fünf Jahren nutzbar. Bläse entgegnete: „So lange dauert es nicht mehr.“ Anfang 2019 wolle die Stadt in das für den Sportpark nötige Verfahren einsteigen. Dennoch: Aus der Fußballabteilung sei jetzt der Aufschrei gekommen, dass die Sanitäranlagen in der Buchstraße nicht mehr nutzbar seien. Der Verein werde bei der Sanierung viel in Eigenleistung machen.

Einen weiteren Zuschuss soll die Schützengesellschaft Hussenhofen erhalten, die eine elektronische Schießanlage für 48 000 Euro anschaffen will. Die Stadt möchte 12 000 Euro zuschießen. 8000 Euro soll es für die Sanierung des 50-Meter-Standes des Schützenvereins 1927 Herlikofen geben, 7500 Euro für die Beseitigung der Hochwasserschäden bei der Schützengilde 1470 und weitere kleinere Zuschüsse für verschiedene Vorhaben.

© Gmünder Tagespost 14.06.2018 08:27