DIE LINKE: Bedingungen zum ÖPNV und zur Linienbündelung

Das Thema ÖPNV des Ostalbkreises wurde bei der Ortsvorstandssitzung der Linken beraten.
Aalen soll nach dem Willen des zuständigen Landratsamtes eine der Vorreiterrollen bei der Linienbündelung des ÖPNV und der europaweiten Ausschreibung dieser Bündel im Ostalbkreis spielen. Hierüber wird zwischen den Beteiligten, den Parteien und Fraktionen teils heftig gestritten.
Die Position der LINKEN Schwäbisch Gmünd und des Kreisvorstandes in dieser Diskussion ist, dass zwingend eine Verbesserung des ÖPNV für die Bevölkerung erforderlich ist, die Linienbündelung, deren Ausschreibung und Umsetzung aber mit verbindlichen sozialen Eckpunkten für die Fahrgäste und die Beschäftigten im ÖPNV verbunden werden müssen.
„Die Unternehmen müssen gewährleisten, dass sie kein „Lohndumping“ betreiben und damit dem Landkreis billige Preise bieten können“, so Cynthia Schneider. „Vielmehr müssen sich die Unternehmen an geltende Tarifverträge halten, auch wenn diese nicht allgemeinverbindlich sein sollten“, so Schneider weiter.
Auch müssen die heute gültigen Taktzeiten mindestens eingehalten und bedarfsgerecht erweitert werden. „Die Debatte um Fahrverbote zeigt doch, dass wir den ÖPNV dringend ausbauen müssen und nicht durch Sparen unattraktiv machen“, so Vorstandsmitglied Alexander Relea-Linder. Da, wo es wenige Fahrgäste gibt, müssen die Angebote flexibel sein, etwa Sammel- und Bürgerbusse umfassen. Ansonsten muss der ÖPNV flächendeckend und qualitativ hochwertig sein. Hierzu muss er konsequent mit dem Fernverkehr verknüpft werden.
Die Ausgestaltung des ÖPNV hat für den Bürger transparent zu sein. In offenen Bürgerforen sollen sie ihre Interessen einbringen können. „Wir fordern den Landkreis im Sinne einer verbesserten Nutzung des ÖPNV auf, die Bürgerinnen und Bürger in die Planung einzubeziehen“, so Peter Yay-Müller.
Mit der Linienbündelung im ÖPNV sollten E-Mobilität und alternative Antriebe
erprobt und angestrebt werden. Der ÖPNV muss kombiniert werden mit anderen umweltbewussten Konzepten wie beispielsweise Car-Sharing, Bike-Sharing und Radwegen. „Der Grundgedanke, Verkehrsplanung in sogenannten Umweltverbünde anzugehen, hat sich in anderen Städten bereits bestens bewährt. Hier sollten unseres Erachtens auch die ersten Versuche an stark frequentierten Verkehrsachsen, wo viele Pendler unterwegs sind, gemacht werden“, so Cynthia Schneider.
Außerdem müsse für behinderte Fahrgäste, Rollstuhlfahrer, Kinderwagen etc. muss problemlos Zugang und Platz in den Bussen sein.
Der Preis für die Fahrkarten muss ökologisch gedacht (mehr Busfahrgäste werben, weniger Individualverkehr) und sozial gerecht sein (Sozialticket). Mittelfristig soll die Beförderung zum „Nulltarif“ angestrebt werden.