Die Landesregierung steht in der Pflicht!

27. Oktober 2011  Gemeinderat, Sebastian Fritz

Wir von den Linken möchten Sie Hr. Dr. Bläse nachdrücklich in Ihrem Kurs der Schulentwicklung und beim offenen Dialog mit den Beteiligten unterstützen! Ebenfalls unsere volle Unterstützung erhält die Zusage, alle Grundschulstandorte zu erhalten um auch weiterhin eine wohnortnahe Versorgung für die Grundschulkinder zu gewährleisten.

Der Trend zur Abkehr von der Hauptschule hält angesichts der insgesamt sinkenden Schülerzahlen an. Dies ist nicht neu, gleichzeitig aber bedauerlich, da hier die innovativen pädagogischen Konzepte der vergangenen Jahre entwickelt wurden. Daher freut es uns sehr, dass die Friedensschule auf dem Rehnenhof sich entschieden hat, dies nicht einfach hinzunehmen und sich auf den Weg zu machen die neue Schulform „Gemeinschaftsschule“ auf der Gmünder Nordschiene zu etablieren. Dies ist nicht selbstverständlich, immerhin bedeutet dies eine umfassende Neukonzipierung und damit verbunden viel Engagement von dem dortigen Kollegium!

Wie eingangs betont halten wir den Weg, die Schulentwicklung in Schwäbisch zusammen mit allen Beteiligten umzusetzen, für den richtigen. Dennoch bedauern wir, dass die Grund- und Hauptschule in Bargau diesen Weg nicht einschlagen möchte. Denn auch der dortige Standort wäre aus unserer Sicht sehr für diesen Schultyp geeignet. Aber selbstverständlich ist die bewusste Entscheidung des Ortschaftsrates und der Eltern zu respektieren.

Für sehr bedenklich halten wir die landespolitischen Entwicklungen in diesem Zusammenhang. Wenn der neue Schultyp „Gemeinschaftsschule“ ein Erfolg werden soll, dann kann es nicht einhergehen mit gleichzeitiger Kürzung von Lehrerstellen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hat in Erfahrung gebracht, dass die neue Landesregierung eine sogenannte Giftliste erstellt hat. In diesem Zusammenhang soll es zu einer massiven Verschlechterung der Unterrichtsversorgung kommen. Dies steht der Aussage aus dem Wahlkampf, Baden Württemberg zu einem Bildungsland machen zu wollen, diametral entgegen.

Daher ist die neue Landesregierung gut beraten, von solchen Plänen Abstand zu nehmen und dem neuen Schultyp Gemeinschaftsschule durch eine entsprechende Ausstattung bei der Unterrichtsversorgung eine echte Chance zu geben!