Die Chancen stehen gut

09. September 2010  Redaktion

Das Gmünder Bündnis gegen Stuttgart 21 hat sich darauf verständigt, den Schwabenstreich ab sofort jeden Montag durchführen zu wollen. Treffpunkt ist wie in den vergangenen Wochen um 18.30 Uhr vor dem Gmünder Bahnhof.

Diese Woche hat das Kommunikationsbüro in Stuttgart die Vorteile von Stuttgart 21 für das Remstal und insbesondere für Schwäbisch Gmünd erläutert. Das Bündnis bestehend aus dem DGB, Gewerkschafter gegen Stuttgart 21 – dem ja auch die Geschäftsstelle der IG Metall Schwäbisch Gmünd beigetreten ist, Linken, Grünen, Solid, BUND, Pressehütte Mutlangen, Attac, das Jugendkulturzentrum Esperanza und der ALSO sieht sich in der klaren Ablehnung von Stuttgart 21 bestätigt. Es sei nichts außer Absichtserklärungen und unkonkretem, was das Büro des SPD-Landesgeschäftsführers Drexler als Auskunft gegeben hat. Einziger Vorteil für die Gmünder, sei die schnellere Verbindung zur Messe und zum Flughafen Stuttgart, dieses ließe sich aber auch ohne den Tiefbahnhof und mit einem modernisiertem Kopfbahnhof bewerkstelligen, so das Bündnis weiter. Den wenigen genannten Vorteilen stehen Kosten von mehreren Milliarden gegenüber, die in Zukunft für Bildung, Soziales, Kultur und einer guten Versorgung des Regionalverkehrs fehlen werden. Daher müsse nach den neuen Erkenntnissen und Gutachten die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Projektes gestellt werden.Besonders erfreut zeigte sich das Bündnis über den Vorstoß der SPD Landtagsfraktion, eine Volksabstimmung über das Projekt Stuttgart 21 initiieren zu wollen. Wenn die Befürworter von den Vorteilen des Projektes überzeugt sind und eine Mehrheit in der Bevölkerung hinter sich wissen, dann dürften sie auch keine Volksbefragung darüber befürchten. Abschließend betonten die Bündnispartner nochmals die Bedeutung des flächendeckenden Protestes um zu zeigen, dass gerade die ländlichen Regionen unter Stuttgart 21 zukünftig leiden werden.

Radio TON_0906Mitschnitt Hier gibt es noch ein Interview von Radioton über die Proteste in Gmünd und Aalen. Gesprächspartnerin ist Susanne Kempf von der Linken Ostalb.