Die B 29 ist bei Gmünd frühestens 2031 vierspurig

Schwäbisch Gmünd. Gespannt warte Schwäbisch Gmünd auf den Ausbau der B 29, sagt Oberbürgermeister Richard Arnold, als Adrian John vom Fachbereich Straßenbau des Regierungspräsidiums (RP) im Gmünder Gemeinderat die Planung dafür vorstellt. Er hat einige Zahlen parat:

  • 10Kilometer umfasst die Strecke des vierspurigen Ausbaus der B 29 zwischen dem Gmünder Tunnel und der neuen Mögglinger Ortsumfahrung.
  • 15Wohnhäuser an der Aalener Straße müssen für die Verbreiterung der B 29 weichen, sagt Adrian John auf Nachfrage von Linke-Stadtrat Andreas Dionyssiotis. Die Eigentümer sollen entschädigt werden, erklärt der Planer. Die Kleingartenanlage könne bleiben, erhalte aber eine neue Zufahrt.
  • 28 300Fahrzeuge sind täglich im Gmünder Osten auf der B 29 unterwegs, Stand 2017. Für 2030 sind 33 300 prognostiziert.
  • 11 bis 13 Jahre dauert es mindestens, bis der Ausbau der Straße fertig ist: Bis 2024 sollen die Planungen abgeschlossen sein und Baurecht vorliegen – wenn es optimal läuft. Nach drei Jahren Vorbereitung könnte der Bau 2027 starten. Dieser sei auf fünf Jahre angesetzt, wenn Böbingen einen Tunnel bekomme, sagt Adrian John. Für eine Brücke dauere der Bau ein bis eineinhalb Jahre weniger.
  • 4 bis 9 Meter hoch werden die Lärmschutzwände, die bei Schwäbisch Gmünd, Hussenhofen und Zimmern vorgesehen sind. Dennoch werde es in manchen Gebäuden Schallschutzfenster brauchen, um auch nachts die gesetzlichen Vorgaben für Lärm einzuhalten. Die Anwohner hörten somit nach dem Ausbau deutlich weniger von der B 29 als aktuell, verspricht Adrian John.
  • 130Stundenkilometer Richtgeschwindigkeit haben die Planer ihren Lärmberechnungen zugrunde gelegt, antwortet der Planer auf Nachfrage von SPD-Stadtrat Dr. Uwe Beck.
  • 2 Varianten kommen für den Ausbau bei der Anschlussstelle im Gmünder Osten infrage. Bei der ersten entsteht neben der bestehenden Remsbrücke eine neue. Während der Bauarbeiten kann der Verkehr so auf der alten Brücke fahren. Bei Variante zwei überschneidet sich die neue Brücke mit der alten.
  • 67,6 bis 69,2 Millionen Euro soll der Ausbau der B 29 zwischen Gmünd und Zimmern kosten – je nachdem, welche Variante zum Zuge kommt. Bei 150,4 bis 203,5 Millionen Euro liegen die Kostenschätzungen für den Abschnitt zwischen Zimmern und Mögglingen.
  • 3 Jahre ist es her, dass der vierspurige B-29-Ausbau in den Bedarfsplan des Bundes aufgenommen wurde. Damit sei die Maßnahme „rechtlich bindend“, antwortet Adrian John auf die Frage von SPD-Stadtrat Tim-Luka Schwab, ob es noch eine Chance gibt, den Ausbau zu verhindern.
© Gmünder Tagespost 24.10.2019 06:34