Dickes Lob für die Bargauer

tbr0000005922790_42047Wenige Wochen vor der Eröffnung informierte sich der Bau- und Umweltausschuss des Gemeinderats über die Erweiterung und Sanierung der Scheuelberghalle. Verwaltung und Fraktionen sparten nicht mit Lob für die Ehrenamtlichen, die inzwischen 7500 Stunden in der Halle geleistet haben.

So viel Eigenarbeit von Bürgern einer Gemeinde gab es wohl noch nie: Bargauer haben bis jetzt 7500 Stunden gearbeitet, zusammen mit finanziellen Beiträgen mehr als 600?000 Euro erbracht. 

Schwäbisch Gmünd. „Gestern Gold für Gmünd, heute eine neue Halle in Degenfeld, so kann es weitergehen“, sagte Oberbürgermeister Richard Arnold. Er wie Bürgermeister Dr. Joachim Bläse zollten den Bargauern Respekt, weil sie die Eigenbeteiligung am Umbau sogar noch übertroffen haben. 400 000 Euro sollten es werden, jetzt sind es über 600 000 Euro. Die Zustimmung der Räte zu einer überplanmäßigen Ausgabe in Höhe von 20 000 Euro war da nur noch Formsache. Teurer wurde es, weil die vorhandene Dachkonstruktion nicht den Bauplänen von vor 40 Jahren entsprach. Sie musste verstärkt werden, in diesem Zusammenhang wurde auch gleich die Isolierung mit eingebaut. „Wir haben damit auch echten Mehrwert geschaffen“, meinte Matthias Stegmaier, Koordinator der Ehrenamtlichen, beim Rundgang in der Halle. Die ist nun ballspielgerecht, hat 46 mal 22 Meter, plus Zuschauerränge und Nebenräume. „Das war es, was die Bargauer sich eigentlich schon vor 40 Jahren gewünscht haben, was damals aber nicht erfüllt werden konnte. Ortsvorsteher Franz Rieg sprach von einem „Leuchtturmprojekt für Schwäbisch Gmünd und Bargau, an dem Stadtverwaltung, Gemeinderat und Bargauer mitgewirkt haben. Ohne „seine“ Bargauer wäre das Hallenprojekt nicht zu machen gewesen.

„Eindrucksvoll, was hier geschehen ist“, sagte Stadtrat Celestino Piazza (CDU). Entstanden sei eine neue Halle für eine breite Nutzung. Der Beitrag der Bargauer mache fast ein Drittel der zwei Millionen Gesamtkosten aus. „Wenn eine neue Schanze eine Goldmedaille bringt, sollte eine neue Halle aber schon einen württembergischen Handballmeister bringen“, sagte Piazza. Die Sprecher aller Fraktionen lobten den Bargauer Beitrag zur neuen Halle. Konrad Sorg (SPD) freute sich, dass die Akustik gut gelungen sei, dadurch eigne sich die Halle auch für kulturelle Beiträge. Elmar Hägele (Grüne) hält den Umbau für eine tolle Sache. Allerdings hätte die Verwaltung die Räte schon vor fast einem Jahr über die Mängel informieren können, die sich in der Dachkonstruktion auftaten. So bleibe nur, nachträglich die Mehrkosten zu genehmigen. Für drei Räte der Fraktion der Grünen ein Grund, sich bei der Abstimmung zu enthalten. Er sei bei der Zustimmung zum Hallenumbau skeptisch gewesen, ob Bargau die Eigenleistung wirklich schultern kann, sagte Ullrich Dombrowski, (FW/FDP).Um so mehr sei das eine außergewöhnliche Leistung. Dank kam auch von Karin Rauscher (Freie Wähler Frauen) und Sebastian Fritz (Linke).

Die neue Halle soll voraussichtlich am 10. März eingeweiht werden. Nicht nur das Spielfeld der Halle entspricht jetzt Anforderungen des Handballs. Auch die Nebenräume sind auf dem Stand der Zeit, die Lagerräume vergrößert. Eine vom Verband geforderte vierte Umkleidekabine wurde jetzt – auch in Eigenarbeit – erstellt.

© Gmünder Tagespost 12.02.2014