Der KOD kann abends stärker auf Streife gehen

Bläse hatte erläutert, dass die Sicherheit eigentlich Sache des Staates sei. Doch nachdem die Polizei dies wegen Personalknappheit nicht mehr vollständig leisten konnte, habe sich die Stadt entschlossen, eine kommunale Ordnungsabteilung zu schaffen – die aber sehr gut mit der Polizei zusammenarbeite.

Das bestätigte Helmut Argauer. Der Leiter des Gmünder Polizeireviers führte aus, dass das Revier heute so viele Planstellen habe wie im Jahr 2000, aber wesentlich mehr Aufgaben. Mit einer spürbaren Verbesserung sei frühestens 2020/21 zu rechnen. Er bezeichnete den KOD als „sinnvolle Ergänzung für die Sicherheit in Gmünd“. Rabea Haug vom Ordnungsamt erläuterte die derzeitige Personalsituation von Kommunalem Ordnungsdienst und Gemeindevollzugsdienst – zwei Diensten, die ähnliche Aufgaben haben und zusammenwachsen. Joachim Bläse nannte die zentralen Aufgaben des KOD: im Stadtgebiet für Ordnung zu sorgen. Zunehmend komme auch die Suche nach Parksündern hinzu. Dafür, wie sie diese Aufgaben erledigen, bekamen die KOD-Mitarbeiter viel Lob von den Stadträten. Die stärkere Kontrolle des Parkens sei sehr zu begrüßen, sagte Werner Nußbaum (BL). Er wünschte sich, dass die Mitarbeiter auch mehr die Feldwege im Stadtgebiet bestreifen. Wolfgang Greil (SPD) sprach sich ebenfalls für eine strengere Kontrolle des Parkraums aus. Grünen-Fraktionssprecher Gabriel Baum würdigte die Leistung der Ordnungstruppe und auch Karin Rauscher (FWF) begrüßte eine stärkere Präsenz des KOD. Sebastian Fritz (Linke) stimmte der Umwandlung der Teilzeitstellen zu, auch wenn die Stadt hier eine Aufgabe des Staates ohne finanziellen Ausgleich übernehme.

Bürgermeister Bläse informierte auf Nachfrage, dass die Umwandlung der Stellen die Stadt etwa 5000 Euro mehr kosten werde. Allerdings könne die Vollzeitstelle auch wesentlich effektiver eingesetzt werden als die Teilzeitstellen.

In diesem Zusammenhang kamen Fragen zur Arbeit des KOD. Joachim Bläse konnte Brigitte Abele (BL) sagen, dass der KOD auf dem Rehnenhof sehr gute Arbeit leistet. Sebastian Fritz fragte nach, was mit dem drohenden Verbot für Skater im Jugendpark wird. Dazu sagte Bläse, dass man mit den Skatern reden wolle, denn die Lärmbelästigung werde nur vorne an der Straße beklagt. Wenn die Skater nur hinter dem Eule-Gebäude fahren, sei das Problem zu lösen.

Zu Fritz’ Aussage, dass das Auftreten der KOD-Mitarbeiter manchmal als unfreundlich empfunden werde, nahm OB Richard Arnold Stellung. Er sagte „in aller Deutlichkeit, dass sich ein KOD nicht alles gefallen lassen muss“.

© Gmünder Tagespost 11.10.2017 20:16