Den Hochschulstandort Gmünd stärken

Sebastian FritzGmünds Stadtverwaltung will den Hochschulstandort Gmünd stärken. Dazu legte die Verwaltung am Mittwoch eine Konzeption vor. Die Stadträte ergänzten diese mit eigenen Anregungen.

Schwäbisch Gmünd. Hochschulen und Forschung seien wichtig für die Wirtschaft, sagte Bürgermeister Dr. Joachim Bläse. Er stellte Ansätze vor:

 die Entwicklung der Gmünder PH zur Bildungsuniversität

 die Kooperation der Hochschule für Gestaltung mit der Hochschule Aalen

 einen Fachhochschulstudiengang „Soziale Arbeit“ in St. Loreto

 Forschungsaktivitäten am Forschungsinstitut für Edelmetall und Metallchemie (FEM), in Betrieben und für ein Leichtbauzentrum „Topologieoptimierung“ unterstützen.
Alle Ratsfraktionen begrüßten dies. Gmünd könne sich zwar nicht mit Tübingen, Freiburg oder Heidelberg messen, doch Hochschulen und Forschung seien von allergrößter Bedeutung, sagte Professor Dr. Kurt Weigand (CDU). Die Verwaltung solle sich dafür einsetzen, dass Gmünd eine Hochschule für Pflegekräfte bekomme. Das FEM sei weltweit anerkannt. Die Bereiche Chemie und Pharma seien in Gmünd nur rudimentär vorhanden, nannte er einen Ansatzpunkt. Das Stauferklinikum sei akademisches Lehrkrankenhaus mit 23 Plätzen für Medizinstudenten. Zu überlegen seien Doktorarbeiten für diese Studenten in Verbindung mit dem Studiengang Gesundheitsförderung an der PH oder mit dem FEM. Ohnehin könne er sich eine bessere Kooperation dieses PH-Studienganges mit der Stauferklinik vorstellen, sagte Weigand. Auch Sigrid Heusel (SPD) begrüßte die Konzeption der Stadt. Sie verwies darauf, dass die Stadt sich auch so ausführlich mit der Ausbildung in Handel und Handwerk beschäftigen solle. Auf dem richtigen Weg sahen Brigitte Abele (B 90 / Grüne) und Konrad Widmann (FW / FDP) die Stadt. Doch man dürfe vor lauter akademischem Denken den Unterbau Handwerk und Mittelstand nicht vergessen, sagte Widmann. Gmünd sei im sozialen Bereich gut aufgestellt, sagte Karin Rauscher (FWF) und fragte, wie’s im technischen Bereich aussieht. Die Hochschulen machten Gmünd für junge Leute interessant, sagte Sebastian Fritz (Linke).mil