Demo für Gleichberechtigung

SCHWÄBISCH GMÜND (hs). Das Aktionsbündnis aus ADFC, Agenda Arbeitskreis Mobilität und Verkehr, Fridays for Future, Gmünder Radler, BUND, Linken, Grünen und SPD hatten gestern Abend zur ersten Critical Mass in diesem Jahr eingeladen, um mit der Radlerdemo Gleichberechtigung in der Verkehrspolitik und den Ausbau des Radwegnetzes in Gmünd einzufordern. Rund 70 Fahrrad- und Klimaaktivisten waren trotz der regnerischen Witterung dem Aufruf gefolgt.

Volker Nick begrüßte die Teilnehmer und lenkte diesmal den Blick auf die Situation in der Südstadt. Dorthin führte dann auch der Weg der Demonstranten nach der obligatorischen Runde durch die Innenstadt.

Im Süden Gmünds, so die Kritik, gebe es drei Straßen. Alle seien sie wunderbar für die Autofahrer ausgebaut, während die Radfahrer dort nur Neben- rollen spielen müssten. Eine sichere Radroute sei jedoch dort dringend erforderlich, weil es sich auch um eine wichtige Schulwegverbindung handle. Neuerdings, so betonte er, sei in der Weißensteiner Straße die Radwegpflicht aufgehoben, um als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer auch auf der Fahrbahn unterwegs sein zu können. Dies werde jedoch von vielen Autofahrern ignoriert.

Regelung in der Weißensteiner Straße wird häufig ignoriert

In der jüngsten Sitzung des Verwaltungsaussschusses des Gemeinderats hatte auch Stadtrat Sebastian Fritz (Die Linke) auf dieses Problem aufmerksam gemacht und die Stadtverwaltung aufgeforderte, Maßnahmen zu ergreifen, um die Radler zu schützen. Auf der Weißensteiner Straße seien gefährliche Situationen zu beobachten, weil Autofahrer das Recht der Radler auf Mitnutzung der Straße häufig nicht anerkennen.

Rems Zeitung, 18.01.2020