Definitiv „kein Baubeschluss“ für neues Bad

Bildschirmfoto 2016-04-27 um 22.09.56Schwäbisch Gmünd. Die Mehrheit der Stadträte wird an diesem Mittwoch dem Antrag der Stadtspitze folgen, den „Neubau eines Bades am Standort Gleispark weiterzuverfolgen“. Über diesen „Handlungsauftrag“ wäre Bürgermeister Dr. Joachim Bläse froh. Er betont: Der Antrag sei „definitiv kein Baubeschluss“ für ein neues Hallenbad. Die CDU-Fraktion wird den Vorschlag mittragen, sagt CDU-Sprecher Alfred Baumhauer. „Wir werden versuchen, alle Komponenten des Bades unter einen Hut zu bekommen“, sagt Baumhauer. Er meint die Grundversorgung Schwimm-, Sport-und Schulbad, das Familien- und Spaßbad und Wellness.

Der Beschluss sei „keine endgültige Entscheidung“, sagt Baumhauer. „Mehrheitlich“ werden die SPD-Stadträte zustimmen, sagt SPD-Sprecherin Sigrid Heusel. Dies sei ein Arbeitsauftrag, einen Ausschreibungstext vorzubereiten. Über diesen entscheidet der Gemeinderat im Herbst. Der Standort Gleispark sei sinnvoll, sagt Heusel, einen Eingriff in den Nepperberg aber müsse man „auf jeden Fall extra diskutieren“. Die Grünen erwägen einen Antrag, der Alternativen fordert, darunter einen Neubau am Gleispark ohne Nepperberg. Die Fraktion Bürgerliste will „so schnell wie möglich Klarheit“. Deshalb stimme die Fraktion zu, sagt Sprecher Ullrich Dombrowski. Die Stadt habe bei der Gartenschau viel Mut bewiesen. Diesen Mut wünscht er sich auch für die Zukunft. „Wir werden zustimmen“, sagt Karin Rauscher (FWF). Auch sie betont, dass dies kein Baubeschluss ist. Seine Fraktion sei „mit dem vorschnellen Beschluss und der Vorfestlegung“ auf eine öffentlich-private Partnerschaft (ÖPP) nicht einverstanden, begründet Sebastian Fritz (Die Linke) die Ablehnung.
Bläse selbst ist „erstaunt“ über die Aufregung um das Thema. Er hat den Antrag verändert. Der Begriff „erwerben“ wird bei den Grundstücken gestrichen, es heißt nur noch: Grundstücke „durch eine befristete Kaufoption zu sichern“. Wolle Gmünd ein Bad mit allen Komponenten für 25 Millionen Euro bzw. mit Spaßbad und Wellness mehr, dann gehe das nur mit einem Investor und nur am Standort Gleispark. Er kenne niemand, der den Standort Goethestraße will. Und im Schießtal gebe es „zu wenig Platz und zu wenig Synergien“. Dabei hat auch Bläse beim Gleispark ein „ungutes Gefühl beim Überqueren der Nepperbergstraße“.

© Gmünder Tagespost 25.07.2017 17:17