Das Zauberwort heißt Annäherung

30. Dezember 2017  Gemeinderat, Presse, Redaktion
2017 ragten in Gmünd zwei Jubiläen heraus: Gmünds Protestanten feierten – mit den Katholiken – 500 Jahre Reformation. Mit diesem Ergebnis: Gmünds evangelische Kirche ist in diesem Jahr spürbarer geworden. Spürbar sind seit Jahren die Salvator-Freunde. Auf das, was sie 2017 auf die Beine gestellt haben, dürfen sie stolz sein. Sie haben die Felsenkapelle zu ihrem 400. Geburtstag einmal mehr ins Bewusstsein der Gmünder und ihrer Gäste gestellt.
So wie Protestanten und Katholiken sich 2017 einander genähert haben, haben sich Vertreter verschiedener Religionen genähert. Nach dem zweiten gemeinsamen Fastenbrechen auf dem Johannisplatz war die interreligiöse Adventsfeier im Franziskaner ein weiterer Baustein der Begegnung. Bemerkenswert dabei: Ditib-Muslime saßen mit Gülen-Anhängern am Tisch.
An einem Tisch, im Ratssaal ganz vorne, sitzen weiterhin Gmünds OB Richard Arnold und die Bürgermeister Dr. Joachim Bläse und Julius Mihm. Alle drei wurden 2017 in ihren Ämtern bestätigt. Acht weitere Jahre? Alles wie gehabt? Mit einem schwungvoll die Bürger motivierenden Stadtoberhaupt? Einem diesen fleißig begleitenden Ersten Bürgermeister? Und einem zu wenig spürbaren Baubürgermeister? Nein, dem wird so nicht sein. Die Hallenbad-Debatte spricht eine andere Sprache. Bürger widersprechen. Mischen sich ein. Der Wind wehte rauer 2017.
Wie wird’s 2018? Die 2017 missglückt angepackte Hallenbad-Frage muss gelöst werden. Ebenso das Pflegeheim auf dem Schönblick. Das Zauberwort heißt, hier schließt sich der Kreis zu den Religionen, Annäherung. Zwischen der Stadtspitze und den Bürgern. Auch den kritischen. Michael Länge
© Gmünder Tagespost 29.12.2017 20:21