Das Fahrrad mitdenken

Einen erneuten Vorstoß in Sachen Neuordnung der Kommunalfinanzen zu machen, dazu ermutigt die Fraktion Die Linke den Oberbürgermeister. Sprecher Sebastian Fritz kritisiert, dass die Landesregierung den Kommunen für die nächsten drei Jahre 2,4 Milliarden Euro nehme. Fritz sieht, dass es auch in Gmünd zu wenig bezahlbaren Wohnraum gibt. Er will das „Aalener Modell“ auf Gmünd übertragen, bei dem bei einem Wohnbauprojekt 50 Prozent der Wohnungen in den Verkauf gehen, 25 Prozent in die Vermietung und 25 Prozent Sozialmietwohnungen werden. Bei allen Bauvorhaben, sagt Fritz, müsse größter Wert darauf gelegt werden, für die Frischluftzufuhr der Innenstadt wichtige Hänge nicht zuzubauen. Deshalb lehnen die Linken Eingriffe in das Taubental und den Nepperberg ab. Zum Schutz des Klimas beantragen die Linken einen autofreien Samstag für die Innenstadt, das 1-Euro-Ticket auf die ganze Woche auszudehnen, einen Radring um die Innenstadt, Fahrradstraßen, Radwege und Schutzstreifen für Radfahrer.

Mit einer „moderaten Erhöhung der Gewerbesteuer“ will Die Linke Investitionen in Bildung und Digitalisierung finanzieren. Zudem will sie „ein flächendeckendes Netz an Elternbildung“, um die „Basis von Erziehung“ in vielen Elternhäusern wieder auf die Tagesordnung zu bringen. So sollen soziale Ungleichheiten früh angegangen werden. Für die Stadtquartiere Ost, Süd und West wünscht sich Die Linke Ortschaftsräte wie in den Stadtteilen. Und schließlich warnt Fritz deutlich „vor dem ungewissen und riskanten Abenteuer eines durch Investoren vollfinanzierten Bades“. Davon solle die Stadt Abstand nehmen. mil

© Gmünder Tagespost 28.02.2018 21:03