Das „Rückgrat“ wird gestärkt

10. Februar 2012  Gemeinderat, Presse, Redaktion

Die Notwendigkeit, die Nepperbergstraße auszubauen, sehen auch die Stadträte. Sie begrüßten am Mittwoch im Bauausschuss, dass bei der Planung auch die Anwohner einbezogen werden. Schließlich müssen sie für den Umbau Erschließungsbeiträge bezahlen.

Wolfgang fischer

Schwäbisch Gmünd. Baubürgermeister Julius Mihm erläuterte, wie wichtig die Maßnahme ist: Die Nepperbergstraße sei „das städtebauliche Rückgrat der Bebauung hinterm Bahnhof. Wer die Nepperbergstraße nicht baut, kann auch den Rest nicht bauen.“ Immerhin sind dort, ein Jugendpark, ein Gewerbegebiet, das Forschungs- und Qualifizierungszentrum und weitere Wohnhäuser vorgesehen.

2,65 Millionen Euro soll die Maßnahme kosten. Was dafür geschehen soll, erläuterte Thomas Fischer vom Planungsbüro LK & P. Die Straße soll auf 6 bis 6,5 Meter verschmälert werden und einen durchgehenden Gehweg bekommen. Die Anbindung an die Vogelhof- und die Taubentalstraße wird verbessert. Statt der früher vorgesehenen „festen“ Busparkplätze werden nur provisorische Plätze angelegt, das spare viel Geld. Entlang der Gleise wird ein drei Meter breiter Radweg gebaut. Dem aber muss das Eisenbahnbundesamt noch zustimmen. CDU-Stadtrat Christof Preiß regte an, in diesem Bereich die bestehende Lücke im Radweg von Lorch her zu schließen. Für die CDU kündigte Celestino Piazza Zustimmung an: Es sei gut, dass die betroffenen Anwohner einbezogen wurden und Sparmöglichkeiten genutzt werden.

Konrad Sorg von der SPD bejahte die Notwendigkeit des Ausbaus. Gut sei aber, dass keine Prachtstraße geplant worden sei – schon wegen der Erschließungsbeiträge.

Auf Nachfrage Elmar Hägeles (Die Grünen) erläuterter Julius Mihm, dass während der Landesgartenschau 2014 im Bereich Nepperbergstraße ungefähr 600 Pkw-Parkplätze zur Verfügung gestellt werden. Die Flächen, auf denen später das Gewerbegebiet entsteht, werden 2014 als Parkplätze genutzt. Hinzu kommen das Fehrle-Parkhaus sowie Plätze in Wetzgau.

Ullrich Dombrowski kritisierte, dass die Stadt eine Stichstraße zum Stellwerk der Bahn bauen, die Bahn aber trotzdem keine Erschließungsbeiträge bezahlen muss. Die Planung sei aber gut. Immerhin, ergänzte Karl-Eugen Ebertshäuser, werden die „Hütten“ rund um das Stellwerk abgerissen.

Thomas Fischer sagte auf Karin Rauschers (FWF) Nachfrage, dass die Nepperbergstraße auf ganzer Länge eine neue Beleuchtung bekommt – unter Umständen mit den Leuchten, die auch für den Boulevard ausgewählt wurden. Sebastian Fritz (Linke) regte an, über Tempo 30 in dieser Straße nachzudenken. Und Thomas Kaisers Idee, die Nepperbergstraße etwas abzusenken und dafür den Auf- und Abgang zur Bahnunterführung zu verkürzen, soll ebenfalls geprüft werden.

© Gmünder Tagespost 08.02.2012