Bürger ernst nehmen

07. Februar 2012  Gemeinderat, Sebastian Fritz

Zurecht ist die Aufregung über die nicht angekündigte Baumfällaktion in der Bocksgasse und am Johannisplatz groß! Es ist eine Rießensauerei, dass immer so getan wird, als würde die Bevölkerung und der Gemeinderat bei allen Entscheidungen mitgenommen. Und dann das! Ich kann mich noch gut daran erinnern, als es eine “Bürgerbegehung” bezüglich der Umbaumaßnahmen im Zusammenhang mit der Landesgartenschau gab. Begonnen wurde am Zeiselberg, weiter ging es am Josefsbach über den Güterbahnhopf und das Pfandersche Grundstück hoch nach Wetzgau zu den dortigen Flächen des Landschaftsparks Wetzgau. Die Verwaltung in Person des Herrn Oberbürgermeisters vermittelte dort den Eindruck, dass über jeden zu fällenden Baum geredet und verhandelt werden könne. Das Ergebnis sah jedoch anders aus, denn die Bäume wurden wahllos und vor allen Dingen flächendeckend gefällt. Das Ergebnis der Bürgerdiskussion fand sich in keinster Weise wieder.

Und jetzt schon wieder, allerdings wurde hier nicht einmal der Eindruck erweckt als gäbe es etwas zu diskutieren, denn die Bürger und die Gemeinderäte wurden gleich vor vollendete Tatsachen gestellt. Dies ist eine Sauerei und da muss die Verwaltung und die Stadtspitze Konsequenzen folgen lassen. Es sind nicht nur Bäume die hier gefällt wurden, sondern wie man auch derzeit an den Reaktionen sieht sind sie fester Bestandteil der Stadtgestaltung. Dieser Umgang und diese Art Politik zu machen ist skandalös und durch nichts zu entschuldigen.