Bürgerinitiative startet Unterschriftensammlung gegen Freizeit– und Festivalpark bei Wetzgau

11. Dezember 2014  Presse, Redaktion

Bild 1Ja zu einem naturnah geprägten Bürgerpark bei Wetzgau, nein zu einem touristisch orientierten Freizeit– und Festivalpark. Das ist die zentrale Forderung mit der nun die kürzlich gegründete Bürgerinitiative „Bürgerpark im Himmelsgarten“ in die Offensive geht und in den nächsten Tagen eine Unterschriftenaktion starte.

Diese hat zum Ziel, dass die Versprechen, die der Bürgerschaft im Zusammenhang mit der Nachnutzung des Bürgerparks im Vorfeld der Landesgartenschau gemacht wurden, umgesetzt werden. An den kommenden zwei Freitagen werden Vertreterinnen und Vertreter der Initiative auf dem Wochenmarkt im Stadtteil Rehnenhof-​Wetzgau präsent sein und am Samstag, 20. Dezember, auf dem Gmünder Wochenmarkt. In einer Presseerklärung beschreibt die Bürgerinitiative ihre Beweggründe und Ziele: „lm Zusammenhang mit der Nachnutzung des Geländes der Landesgartenschau gibt es auf Seiten der Anwohner erhebliche Irritationen über die Pläne, die in der Lokalpresse vorgestellt wurden und werden, da sie im Widerspruch zu den Versprechungen der Stadtverwaltung vor der Landesgartenschau stehen. lm Vorfeld der äußerst erfolgreichen Landesgartenschau war den Wetzgauer Bürgern zugesichert worden, dass nach deren Ende ein Rückbau der Zäune beginnen werde und alle Wege für die Bürger wieder zugänglich gemacht würden. Im Übrigen sollte über die Nachnutzung des Geländes unter Einbeziehung der Bürger entschieden werden. Diese Versprechen scheinen nun nicht mehr zu gelten.
Forderung: Vor Entscheidungen eine echte Bürgerbeteiligung
Aus der Lokalpresse ist in rascher Folge zu erfahren, dass das Gelände als Freizeitpark genutzt und im Stuttgarter Raum und darüber hinaus beworben werden soll, dass eine Adventure-​Gold-​Anlage gebaut werden soll, dass das Gebiet der Langen Äcker von der Stadt gekauft und an die Firma Weleda verpachtet werden soll, dass auf dem Gelände des Himmelsgartens für die Besucher 250 Parkplätze angelegt werden sollen…
Wir sehen in diesen Plänen den Bruch von Versprechungen sowie ein Übergehen der Bürgerschaft.
Wir forden deshalb:
Keine Adventure-​Golf-​Anlage, keine touristisch angelegte Bewerbung des Himmelsgartens sowie auch keine Großveranstaltungen (Verlagerung des Schießtalplatzes) im Himmelsgarten.
Keine weitere Attraktionen oder Bauwerke im Himmelsgarten, im Taubental sowie auf den Langen Äckern.
Eine dauerhafte Öffnung aller Verbindungswege (auch des Weges entlang der Firma Weleda) für alle Fußgänger und Radfahrer.
Den Abbau sämtlicher Zäune und die dauerhafte Öffnung des gesamten Geländes.
Die Nachnutzung des Geländes der Landesgartenschau in enger Absprache mit der Bürgerschaft, mit den örtlichen Vereinen, den Kirchen, der Feuerwehr sowie mit den im Himmelsgarten schon Vereinen, den Kirchen, der feuerwehr sowie mit den im Himmelsgarten bisher engagierten Organisationen.
Die Erarbeitung eines Konzepts zur Verkehrsreduzierung auch im Zusammenhang mit der Nachnutzung des Bürgerparks.
Eine Bürgerversammlung mit freiem Rederecht für alle Anwesende mit Oberbürgermeister Richard Arnold, bevor Entscheidungen gefällt und Verträge ausgehandelt werden.
Wir wollen, dass der Bürgerpark mit einer naturnahen Landschaftsgestaltung weiterhin den Anwohnerinnen und Anwohner als Naherholungsgebiet zur Verfügung stehen kann. Deshalb fordern wir einen zeitlichen Aufschub und sofortigen Stopp aller Entscheidungen zur Nachnutzung des Landschaftspaks“