Bürger haben das Wort

21. September 2018  Gemeinderat, Ortsvorstand, Presse, Redaktion

Der Ortsverband der Linken unterstützt die Forderung nach einem kommunalen Hallenbad. CDU Vorwürfe sind durchsichtiges Manöver.

Der Ortsverband der Linken veranstaltete einen weiteren Themenabend. Dieses Mal waren Vertreter*innen der Bürgerinitiative Taubental zu Gast und stellten ihr Konzept eines Bürgerbades in kommunaler Hand vor. Aus Sicht des Ortsverbandes überwiegen die Vorteile nicht nur auf der Kostenseite, sondern es entstehen keine Risiken durch ein Investorenbad für nachkommende Generationen. Außerdem habe die Bürgerinitiative glaubhaft nachgewiesen, dass sie mit bezahlbaren Eintrittspreisen – im Schnitt 3 Euro für das Schwimmbad und 14 Euro für die Sauna – dennoch nach 30 Jahren unterm Strich billiger sei als das Investorenbad. Dies sei aus Sicht der Linken ein ganz wesentlicher Faktor, warum Schwäbisch Gmünd gut beraten wäre, weiterhin ein kommunales Hallenbad als Daseinsfürsorge für die Bürgerschaft bereit zu halten. „Wesentliche Aufgabe der Kommune ist es, eine Grundversorgung für die Bürgerschaft bereit zu halten, die auch bezahlbar ist“, so Vorstandsmitglied Alexander Relea-Linder. Insbesondere vor dem Hintergrund dass es in der Stadt nach wie vor einen großen Sanierungsstau in Schulen, Straßen, usw. gibt, sollte man ein solches Risiko für den städtischen Haushalt nicht eingehen. Einig waren sich die Linken auch, dass es bei den derzeitigen Versuchen, die Unterschriftensammlung in ein schlechtes Licht zu rücken, nur darum gehe, diese zu behindern. „Nach unserem Dafürhalten haben die Bürger*innen dies durchschaut und lassen sich dadurch nicht davon abbringen, ihre Unterschrift unter das Begehren zu setzen“, so Christian Zeeb. „Sollte die Ansprache von Bürger*innen in Einzelfällen falsch aufgefasst worden sein, sei dies natürlich unschön, dies könne aber keinesfalls auf die erfreulich vielen Unterschriften übertragen werden“, so Zeeb weiter. Aus Sicht der Linken seien die Anwürfe ein grobes Foul in der laufenden Unterschriftensammlung. Die CDU und die Bürgerliste täten gut daran, sich lieber mit den Vorschlägen der Bürgerinitiative auseinander zu setzen. Bloß mit solchen Vorwürfen Stimmung zu machen, sei keine gute Lösung.