Bloß Bäume, nicht gleich ein ganzer Wald

Was für eine Woche! Dr. Joachim Bläse wird zum künftigen Landrat des Ostalbkreises gewählt. Und: Arbeitgeber und Arbeitnehmer bei Bosch AS erzielen eine Einigung. Und: Gmünds Gemeinderat diskutiert über Bäume.
Damit es kein Missverständnis gibt: Bäume sind wichtig. Vielleicht wichtiger denn je. In Zeiten des Klimawandels. Mit Hitze und Trockenheit. Deshalb sind alle Fraktionen für Bäume. Es geht in der Debatte ums Wo.
Die Linken vermissen – zurecht – eine Antwort auf ihre Frage nach Bäumen auf dem Marktplatz, dem Johannisplatz und in der Bocksgasse.

Was kommt, ist knackig: Für eine „lebenswerte Altstadt“ werde über Bäume in den Schmiedgassen gesprochen, sagt Oberbürgermeister Richard Arnold. Eine Antwort erfordere zuerst eine Klärung der Nutzung der Bäume, sagt Baubürgermeister Julius Mihm. Und dass der Marktplatz kein Wald werden soll. Die Linke wolle doch nur wissen, wo Bäume möglich seien, sagt Professor Dr. Andreas Benk (Die Linke). Eine solche Prüfung binde Arbeitskraft, sagt Arnold. Sigrid Heusel (SPD) regt an, sich auf Marktplatz, Johannisplatz und Bocksgasse zu begrenzen. Benk möge kein Gift streuen, sagt Christoph Preiß (CDU). Gabriel Baum (Grüne) sagt, dass auf Markt- und Johannisplatz schon mal Bäume standen.
Hey Leute, so nicht! Es gibt etwas dazwischen: Nicht gleich die ganze Stadt anschauen. Sondern einzelne Plätze. Ihre Nutzung. Und ob Bäume möglich sind. Dann entscheiden. Für oder gegen Bäume. Wenn Bosch-Arbeitnehmer und -Arbeitgeber die Einigung schaffen, wird der Gemeinderat das bei den Bäumen doch wohl auch hinkriegen. Und gerne ein bisschen flotter.Michael Länge

© Gmünder Tagespost 03.07.2020 18:41